Agaffin AbführgelAgaffin Abführgel

Hersteller: Merck

Anwendungsgebiet: Präparate für den Verdauungstrakt

- Verstopfung, insbesondere bei längerer Bettlägrigkeit, Kostwechsel, Reisen und Ortswechsel;
- Verstopfung bei schweren Allgemeinerkrankungen, bei Fieber, Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten;
- zur routinemäßigen Darmentleerung vor und nach Operationen sowie in der Geburtshilfe und Gynäkologie;
- zur Erleichterung der Stuhlentleerung bei Hämorrhoiden und schmerzhaften Erkrankungen des Afters;
- zur Darmentleerung vor Röntgenaufnahmen im Magen-Darmbereich.

Gebrauchsinformation

agaffin- abführgel

Z.-Nr. 6.274

Zulassungsinhaber: MERCK, Wien

Hersteller: MERCK, Spittal

Zusammensetzung:
100 ml enthalten:
36 mg Natrium-Picosulfat
21 mg Saccharin-Natrium
11,4 g Sorbit
120 mg P-Hydroxybenzoesäuremethylester
20 mg P-Hydroxybenzoesäurepropylester

Eigenschaften und Wirksamkeit:
Agaffin regt in schonender Weise den natürlichen Entleerungsprozeß im Dickdarm an, indem es den Stuhl weicher macht und die Darmbewegung günstig beeinflußt.
Mit Agaffin wird die Stuhlkonsistenz dosisabhängig gesteuert, die Stuhlentleerung erleichtert und eine Verstopfung in milder Weise beseitigt.
Durch den Wirkungseintritt nach ungefähr 10 Stunden bei abendlicher Einnahme wird eine ungestörte Nachtruhe und eine oder zwei weiche Stuhlentleerungen am nächsten Morgen gewährleistet. Bei Einnahme tagsüber verkürzt sich die Zeit bis zum Wirkungseintritt auf 4-6 Stunden.

Durch das zugesetzte Bananenaroma schmeckt Agaffin angenehm.

Anwendungsgebiete:
- Verstopfung, insbesondere bei längerer Bettlägrigkeit, Kostwechsel, Reisen und Ortswechsel;
- Verstopfung bei schweren Allgemeinerkrankungen, bei Fieber, Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten;
- zur routinemäßigen Darmentleerung vor und nach Operationen sowie in der Geburtshilfe und Gynäkologie;
- zur Erleichterung der Stuhlentleerung bei Hämorrhoiden und schmerzhaften Erkrankungen des Afters;
- zur Darmentleerung vor Röntgenaufnahmen im Magen-Darmbereich.

Art der Anwendung:
Agaffin soll am besten abends vor dem Schlafengehen eingenommen werden.
Der beigepackte Meßlöffel erleichtert die Dosierung und faßt 3 ml bis zur unteren, 5 ml bis zur mittleren und 8 ml bis zur oberen Strichmarkierung.

Dosierung:
Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten.
Erwachsene: 8-16 ml (entsprechend 1-2 Meßlöffel bis zur oberen Markierung).
Kinder ab dem 4. Lebensjahr: 5-10 ml (entsprechend 1-2 Meßlöffel bis zur mittleren Markierung).
Es ist empfehlenswert, die Behandlung mit der angegebenen höheren Dosierung zu beginnen und dann, je nach erzielter und gewünschter Stuhlbeschaffenheit, diese Dosis zu reduzieren.

Gegenanzeigen:
Agaffin darf nicht eingenommen werden bei: Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Arzneimittels (z. B. Fructose- und Sorbitunverträglichkeit); Darmverschluß.
An Kinder mit einem Alter bis zu 4 Jahren darf Agaffin nicht verabreicht werden.
Vorsicht ist geboten:
- bei unklaren Schmerzen im Bauchraum;
- bei Übelkeit und Erbrechen (siehe "Besondere Warnhinweise")

Schwangerschaft und Stillperiode:
Obwohl zahlreiche Untersuchungen keinen Hinweis auf fruchtschädigende Wirkung erbrachten, soll Agaffin in den ersten 3 Monaten einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden.
Agaffin tritt nicht in die Muttermilch über und ist daher zur Anwendung in der Stillperiode geeignet.

Nebenwirkungen:
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine spezifischen unerwünschten Wirkungen bekannt. Bauchschmerzen, Durchfälle und leichte Blähungen sind Anzeichen für eine zu hohe Dosierung.
Eine langfristige ununterbrochene Einnahme oder eine Überdosierung können zu erhöhtem Verlust von Wasser und Elektrolyten, insbesondere von Kalium, führen.
Als Folge des Kalium-Mangels kann es zu einer verstärkten Neigung zu Verstopfung, Appetitlosigkeit, Neigung zu Wasserspeicherung im Gewebe, Müdigkeit, Muskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen kommen.

Wechselwirkungen:
Agaffin und bestimmte andere Arzneimittel können einander bei gleichzeitiger Einnahme in ihrer Wirkung beeinflussen:
Die Wirkung von bestimmten Herzmitteln (Herzglykosiden) kann durch einen auftretenden Kalium-Mangel verstärkt werden.
Die gleichzeitige Einnahme von Antibiotika kann die abführende Wirkung von Agaffin vermindern.
Die kombinierte Anwendung von Agaffin mit Entwässerungsmitteln oder Cortisonpräparaten kann zu verstärktem Kaliumverlust führen.

Gewöhnungseffekte:
Bei kurzdauernder Anwendung sind keine Gewöhnungseffekte bekannt.
Bei langdauernder ununterbrochener Anwendung kann, bedingt durch eine Verminderung der Empfindlichkeit der Darmschleimhaut oder durch einen Kaliummangel, eine Wirkungsverminderung auftreten, so daß der gewünschte Erfolg nur mehr über eine Dosissteigerung erreicht werden kann.

Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung:
Bei Bauchschmerzen unbekannter Ursache, Brechreiz oder Erbrechen soll die Einnahme von Abführmitteln vermieden und der Arzt konsultiert werden.
Ohne Rücksprache mit dem Arzt soll Agaffin nur für kurze Zeit angewendet werden. Eine längerdauernde Einnahme von Abführmitteln sollte durch geeignete diätetische Maßnahmen, z.B. schlackenreiche Kost, vermieden werden. Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens eine ärztliche Beratung erforderlich.
Bei Eintritt einer Schwangerschaft oder bei Auftreten von Nebenwirkungen suchen Sie umgehend Ihren Arzt auf.
Durchfall ist ein Zeichen von Überdosierung.
Hinweis für Diabetiker: 1 Meßlöffel Agaffin (8 ml) enthält 0,912 g Sorbit.

Verfalldatum beachten!

Für  Kinder unerreichbar aufbewahren!

Packungsgrößen:
100 ml und 500 ml

Lagerungshinweise:
Nicht über 25° C lagern.

Bei UnkIarheiten fachliche Beratung einholen!


Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.