Aspirin KautablettenAKTREN® Kapseln

Hersteller: Bayer

Anwendungsgebiet: Schmerzmittel inkl. Muskel- und Gelenksschmerzmittel

Bei Schmerzzuständen, wie z.B.: Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenksschmerzen, Regelschmerzen, Schmerzen bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.

Liebe Patientin, lieber Patient!
Bitte lesen Sie diese Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Einnahme dieses Arzneimittels beachten sollen. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Gebrauchsinformation

AKTREN® Kapseln

Wirkstoff: Ibuprofen

Z.Nr.:1-21186

Was ist in Aktren enthalten?
Arzneilich wirksamer Bestandteil: 1 Kapsel enthält 400 mg Ibuprofen.
Sonstige Bestandteile: Poloxamer, Propylenglykol, Macrogol-Glycerol-Hydroxystearat (Cremophor), Gelatine, Glycerin 85 %, Titandioxid (E 171 ), gereinigtes Wasser.

Arzneiform
Weichgelatine-Kapseln

Packungsgrößen
10 und 20 Stück

Wie wirken Aktren Kapseln?
Aktren ist ein schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel aus der Gruppe der entzündungshemmenden Substanzen. Beim Menschen reduzieren Aktren Kapseln Entzündungen, Schmerzen und Fieber und hemmen das Zusammenkleben der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation). Nach Einnahme tritt die Wirkung nach ca.1 Stunde ein.

Zulassungsinhaber
Bayer Austria, Wien

Hersteller
Dolorgiet Arzneimittel GesmbH, St. Augustin/Bonn, BRD

Wann werden Aktren Kapseln verwendet?
Bei Schmerzzuständen, wie z.B.: Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenksschmerzen, Regelschmerzen, Schmerzen bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.

Wann dürfen Aktren Kapseln nicht eingenommen werden?
Das Präparat darf nicht eingenommen werden bei:
- bekannter Überempfindlichkeit gegen Ibuprofen, einen der sonstigen Bestandteile des Präparates oder Acetylsalicylsäure,
- Neigung zu Blutungen, bestimmten Blutkrankheiten (hämolytische Anämie, Porphyrie),
- bestehenden Magen- und Darmgeschwüren, .
- in den letzten 3 Monaten einer Schwangerschaft.
Kinder unter 10 Jahren dürfen das Präparat nicht einnehmen. Kindern zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr darf das Präparat nur auf ärztliche Verschreibung gegeben werden.

Dürfen Aktren Kapseln während der Schwangerschaft und in der Stillzeit eingenommen werden?
Obwohl es bisher keine Hinweise auf schädliche Wirkungen gibt, sollten Aktren Kapseln im 1. und 2. Drittel der Schwangerschaft nur in dringend notwendigen Fällen und in möglichst niedriger Dosierung angewendet werden. Bevor Sie mit der Einnahme beginnen, informieren Sie bitte Ihren Arzt, dieser entscheidet über die Anwendung.
Im letzten Drittel der Schwangerschaft dürfen Aktren Kapseln nicht eingenommen werden (Risiko für das Kind: Herzfehler, Lungen- und/oder Nierenschwäche; Risiko für die Mutter: erhöhte Blutungsneigung, verstärkte Flüssigkeitsansammlung im Gewebe, Wehenhemmung).
Da Ibuprofen möglicherweise in die Muttermilch übertritt, sollte bei der Behandlung mit Aktren Kapseln abgestillt werden.

Vorsichtsmaßnahmen für die Verwendung und besondere Warnhinweise
Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Was müssen Sie außerdem beachten?
Vor der Behandlung müssen Sie Ihren Arzt informieren
- wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind,
- wenn Sie stillen,
- wenn Sie noch andere Arzneimittel einnehmen, auch solche, die Sie selbst gekauft haben,
- wenn Sie an anderen Krankheiten oder Allergien leiden.

In folgenden Fällen ist Vorsicht geboten:
- Patienten, die an Asthma, Nesselausschlag, Heuschnupfen oder chronischen Atemwegsinfektionen leiden;
- eingeschränkte Leistung von Herz, Niere oder Leber;
- stark ausgeprägter Bluthochdruck;
- Blutungen und Geschwüre im Verdauungstrakt in der Vorgeschichte;
- Überempfindlichkeit gegen andere prostaglandinsynthesehemmende Arzneimittel (bestimmte schmerzstillende und fiebersenkende Mittel);
- direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen;
- ältere Patienten.

Bei bestehendem systemischen Lupus erythematodes (L.E.) und anderen Autoimmunerkrankungen ist vor der Anwendung der Arzt zu befragen.

Bei Auftreten folgender Zeichen ist das Präparat abzusetzen und sofort ein Arzt aufzusuchen:
- starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteife und/oder Bewusstseinstrübung (Zeichen einer Gehirnhautentzündung);
- Verringerung der Harnsäureausscheidung, Ansammlung von Wasser im Körper (Odeme) oder allgemeinem Unwohlsein (mögliche Zeichen einer eingeschränkten Nierenfunktion);
- bei starken Bauchschmerzen, schwarzem oder blutigem Stuhl, Hautausschlag mit Schleimhautentzündungen, Seh- oder Hörstörungen, -
- wenn Zeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, Übererwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern.

Insbesondere bei Langzeitanwendung sind regelmäßige Kontrollen des Blutbildes, des Blutzuckers und der Blutgerinnungswerte, der Leber- und Nierenfunktion sowie der Augen und des Gehörs angezeigt.
Bei Patienten mit Blutarmut ist bei Langzeitbehandlung auf eventuelle Sickerblutungen zu achten. Bei Magen-Darm-Geschwüren oder Magenschleimhautentzündung, auch in der Vorgeschichte, sind Aktren Kapseln, wie alle nichtsteroidalen Antirheumatika (bestimmte schmerzstillende, entzündungshemmende und fiebersenkende Mittel), mit Vorsicht anzuwenden, insbesondere bei gleichzeitiger Verabreichung von gerinnungshemmenden Substanzen. Vorsichtige Dosierung bei alten Menschen mit eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion.
Ibuprofen kann die gewohnten Zeichen und Symptome von Infektionskrankheiten verschleiern; auch die Aktivierung symptomloser Infektionen wurde beobachtet. Diese Möglichkeiten sind zu berücksichtigen, um unnötige Verzögerungen bei der Einleitung einer geeigneten Infektionsbehandlung zu vermeiden. Falls bei Infektionen, die auf eine Behandlung ansprechen, zusätzlich Ibuprofen verabreicht wird, ist besondere Vorsicht geboten.

Darf Kindern zwischen 10 und 12 Jahren nur über ärztliche Verschreibung gegeben werden. Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg nicht eintritt, ist ehestens ärztliche Beratung erforderlich.

Schmerzmittel sollen nicht längere Zeit oder in höheren Dosen ohne ärztlichen Rat angewendet werden. Bewahren Sie dieses Arzneimittel immer außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern auf. Wenn Aktren Kapseln Ihrem Kind verordnet wurden, dürfen Sie es nicht an andere Kinder weitergeben.

Wechselwirkungen
Dürfen Aktren Kapseln gleichzeitig mit anderen Medikamenten angewendet werden?
Ibuprofen und einige andere Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen. Teilen Sie darum Ihrem Arzt mit, welche Arzneimittel (auch selbst gekaufte) Sie zur Zeit einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben.

Verstärkt werden
- bei einer Glucocorticoidtherapie das Risiko von Magen-Darmblutungen,
- die Wirkungen und Nebenwirkungen anderer Rheumamittel,
- die Wirkung blutzuckersenkender Mittel zum Einnehmen (Sulfonylharnstoffe),
- die schädigende Wirkung von Methotrexat (Mittel zur Unterdrückung der Zellvermehrung und Immunabwehr),
- die Wirkung von Phenytoin (Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen und Herzrhythmusstörungen), Digoxin (herzstärkendes Mittel), Lithium (Mittel gegen Depressionen), kalium-sparenden harntreibenden Mitteln.

Vermindert werden die Wirkungen von
- Spironolacton, Furosemid (Entwässerungsmittel),
- Probenecid, Sulfinpyrazon (Gichtmittel),
- Mitteln gegen Bluthochdruck,
- ACE-Hemmem (herzstärkende und blutdrucksenkende Mittel).

Die Ausscheidung von Ibuprofen kann durch Probenecid oder Sulfinpyrazon (Gichtmittel) vermindert sein. Acetylsalicylsäure beeinflusst den Blutspiegel von Ibuprofen. Es gibt Einzelfallberichte über Wechselwirkungen zwischen Ibuprofen und blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln. Bei gleichzeitiger Behandlung wird eine Kontrolle der Blutgerinnungswerte empfohlen. Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol kann die Magenverträglichkeit von Ibuprofen vermindern.

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung
Wie oft und In welcher Menge sollten Sie Aktren Kapseln einnehmen?
Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten. 3 x täglich 1 Kapsel.
Ab dem 60. Lebensjahr vorsichtig dosieren.
Kinder und Jugendliche:
Für  Kinder unter 10 Jahren sind Aktren Kapseln wegen des zu hohen Wirkstoffgehalts nicht geeignet.
Darf Kindern zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr nur auf ärztliche Verschreibung gegeben werden.

Wie und wann sollten Sie Aktren Kapseln einnehmen?
Die Kapseln werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit zu den Mahlzeiten eingenommen.

Wie lange sollten Sie Aktren Kapseln einnehmen?
Schmerzmittel sollen nicht länger als 3 -4 Tage oder in höheren Dosen ohne ärztlichen Rat angewendet werden.

Maßnahmen bei Überdosierung
Als Zeichen einer Überdosierung können zentralnervöse Störungen mit Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit und Bewusstlosigkeit sowie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Ferner kann es zu Blutdruckabfall, Atemproblemen (Atemdepression) und blauroter Verfärbung von Haut und Schleimhäuten (Zyanose) kommen. Bei Verdacht auf Überdosierung ist unverzüglich der Arzt aufzusuchen. Dieser kann entsprechend der Schwere der Vergiftung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Hinweis für den Arzt
Bei Vergiftungserscheinungen erfolgt eine symptomatische Behandlung, allenfalls Magenspülung. Ein spezifisches Antidot existiert nicht.

Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel können Aktren Kapseln neben den erwünschten auch unerwünschte Wirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten vorkommen müssen.

Welche unerwünschten Wirkungen können Aktren Kapseln haben?
Verdauungstrakt
Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Sodbrennen, Entzündung der Mundschleimhaut, Entzündung der Magenschleimhaut, Schmerzen in der Magengegend und Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Blähungen; sehr selten Blutungen, Geschwüre (Gefahr des Durchbruchs der Geschwüre), Blutarmut.
In einzelnen Fällen wurden Gelbsucht, Leberentzündung, Einschränkung der Leberfunktion oder eine Störung der Bildung des roten Blutfarbstoffs (Porphyrie) beobachtet.
Zentrales Nervensystem:
Gelegentlich Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Schlafstörungen, Depression, Verwirrtheit, Angstgefühl, Ohnmacht.
In einzelnen..Fällen traten bei der Anwendung von Ibuprofen Zeichen einer Gehirnhautentzündung (starke Kopfschmerzen, Ubelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteife und/oder Bewusstseinstrübung) auf.
Ohren/Augen:
Selten vorübergehendes Ohrgeräusch, Schwerhörigkeit. Verschwommenes Sehen, Doppelbilder, Veränderungen und Ablagerungen im Auge; extrem selten vorübergehende Schwachsichtigkeit.
Atmungstrakt:
Gelegentlich Stimmritzenkrampf, Krampf der Bronchialmuskulatur, akute Atembeschwerden.
Harntrakt:
Selten Beeinträchtigung des Mineralstoffhaushaltes mit verminderter Wasserausscheidung und Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (vor allem bei Herz- und Nierenpatienten). In seltenen Fällen kann es bei der Anwendung von Ibuprofen zu Nierenschäden (interstitielle Nephritis, Hämaturie, Nierenpapillennekrose, Nierenkolik, akutes Nierenversagen und nephrotisches Syndrom) kommen.
Hautreaktionen
Gelegentlich Juckreiz, Hautausschläge, Nesselausschlag, Haut- und Schleimhautblutungen; vereinzelt Haarausfall, schwere Haut- und Schleimhautveränderungen (Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom), Lupus erylhematodes (bestimmte Autoimmunerkrankung), plötzlich auftretende Gesichtsschwellung (angioneurotisches Odem).
Blut:
Eventuell Störungen der Blutbildung (Leukozytopenie, Thrombozytopenie, Eosinophilie, Agranulozytose, Panzytopenie, hämolytische Anämie). Erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen
Laborwerte:
Bestimmte Laborwerte können unter einer Therapie mit Aktren Kapseln verändert sein.
Andere Begleiterscheinungen:
Fieber, Überempfindlichkeitsreaktionen (unter Umständen mit übermäßigem Blutdruckabfall), Blutdruckerhöhung, Blutzuckererhöhung. In Einzelfällen ist im zeitlichen Zusammenhang mit der systemischen Anwendung von entzündungshemmenden Arzneimitteln eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen beschrieben worden. Dies steht möglicherweise im Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus der entzündungshemmenden Arzneimittel.

Bitte melden Sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen unverzüglich Ihrem Arzt oder Apotheker. Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie über die in der Gebrauchsinformation angeführten Nebenwirkungen beunruhigt sind oder andere Beschwerden bei Ihnen auftreten.

Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit und Lagerung des Arzneimittels
Verwenden Sie dieses Arzneimittel nur bis zum angegebenen Ablaufdatum. Sie finden es auf der Außenverpackung und auf dem Blister. Restmengen können Sie in die Apotheke zurückbringen.

Lagerungshinweis Unterhalb von 25 °C aufbewahren.

Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie weitere Fragen zu Aktren Kapseln haben.


Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.