Alka Seltzer Brausetabletten
Hersteller:
Bayer
Anwendungsgebiet:
Präparate für den Verdauungstrakt
Zur Behandlung von Beschwerden, bei denen gleichzeitige Schmerzlinderung und eine magensäureneutralisierende Wirkung erforderlich sind (z.B. bei Kopfschmerzen und Säurebeschwerden des Magens, Aufstoßen, Magenverstimmung aufgrund übermäßigen Essens und Trinkens, Katergefühl). Gegen Schmerzen verschiedener Art, wie Kopf-, Zahn, Muskelschmerzen, Neuralgien und Menstruationsbeschwerden, sowie zur Behandlung einer Erkältung oder eines grippalen Infektes, begleitet von Fieber und Muskelschmerzen.
Gebrauchsinformation
ALKA-SELTZER Brausetabletten
Z.Nr.: 8.050
Zulassungsinhaber
BAYER Austria, Wien
Hersteller
Bayer AG, Leverkusen Deutschland
Zusammensetzung
1 Brausetablette enthält:
Acetylsalicylsäure (ASS) 324 mg
Zitronensäure 965 mg
Natriumbicarbonat 1.625 mg
Zitronenaroma 1,95 mg
Limonenaroma 1,95 mg
Saccharin Natrium 2 mg
Weitere Bestandteile: Polyvinylpyrrolidon, Dimethylpolysiloxan, Calciumsilicat, Natriumdioctylsulfosuccinat, Natriumbenzoat.
Bei der Auflösung einer Brausetablette in Wasser, wie für die Einnahme erforderlich, bilden sich die Hauptwirkstoffe Natriumacetylsalicylat und Natriumzitrat.
Eigenschaften und Wirksamkeit
Der Wirkstoff Natriumacetylsalicylat hat schmerzlindernde, fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkung. Das in der Lösung von Alka-Seltzer enthaltene Natriumzitrat ist ein wirksames Mittel gegen Magenübersäuerung. Die Brausetablette bildet in Wasser eine gepufferte Lösung, die sowohl schmerzlindernd als auch magensäureneutralisierend wirkt. Sie ist deshalb gut magenverträglich und bewirkt eine gleichermaßen rasche Befreiung von den Symptomen Schmerz und Übersäuerung des Magens.
Anwendungsgebiete
Zur Behandlung von Beschwerden, bei denen gleichzeitige Schmerzlinderung und eine magensäureneutralisierende Wirkung erforderlich sind (z.B. bei Kopfschmerzen und Säurebeschwerden des Magens, Aufstoßen, Magenverstimmung aufgrund übermäßigen Essens und Trinkens, Katergefühl). Gegen Schmerzen verschiedener Art, wie Kopf-, Zahn, Muskelschmerzen, Neuralgien und Menstruationsbeschwerden, sowie zur Behandlung einer Erkältung oder eines grippalen Infektes, begleitet von Fieber und Muskelschmerzen.
Art der Anwendung
Brausetablette(n) in einem Glas Wasser auflösen und trinken.
Dosierung
Erwachsene: 1-2 Brausetabletten aufgelöst in einem Glas Wasser. Wenn notwendig alle 4 Stunden; innerhalb von 24 Stunden sollen nicht mehr als 8 Brausetabletten eingenommen werden.
Kinder: 6-12 Jahre: 1 Brausetablette aufgelöst in einem Glas Wasser. Wiederholen bis maximal 3 Brausetabletten innerhalb von 24 Stunden.
Kinder unter 3 Jahren sollen Alka-Seltzer nur nach ärztlicher Anweisung einnehmen.
Gegenanzeigen
Alka-Seltzer darf nicht angewendet werden:
- bei bestehender Überempfindlichkeit gegenüber Salicylaten (z.B. Hautreaktionen, Asthma nach Salicylaten).
- bei krankhaft gesteigerter Blutungsneigung,
- bei Kindern im 1. Lebensjahr (im 2. und 3. Lebensjahr nur auf ärztliche Verschreibung).
Vorsicht ist geboten:
- bei bekannter Überempfindlichkeit gegen andere entzündungshemmende Schmerzmittel und Mittel gegen Rheuma,
- bei Asthma bronchiale,
- bei angeborenem Mangel an Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase (seltene Stoffwechselerkrankung),
- bei chronischen Magen- und Darmbeschwerden (z.B. Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre),
- bei schweren Nierenfunktionsstörungen,
- bei Kindern und Jugendlichen bei Windpocken sowie bei schwerer Virusgrippe.
Schwangerschaft und Stillperiode:
In den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten soll Alka-Seltzer nicht angewendet werden.
Wie alle anderen wirksamen Medikamente sollte auch Alka-Seltzer während der Schwangerschaft und Stillperiode verantwortungsbewußt nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.
Nebenwirkungen
Selten:
- Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag, Auslösung von Asthmaanfällen bei Asthmatikern).
Sehr selten:
- Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie),
- Magenbeschwerden,
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich, die selten bis zur Eisenmangelanämie führen können.
Wechselwirkungen
Die gleichzeitige Einnahme von Alka-Seltzer und anderen Arzneimitteln kann zur Erhöhung oder Abschwächung ihrer Wirkung führen. Dies gilt vor allem für Entwässerungsmittel, Mittel gegen Gicht, blutgerinnungshemmende Medikamente (Cumarinderivate, Heparin), Methotrexat, Mittel gegen Rheuma und blutzuckersenkende Arzneimittel: Wenn Sie verschreibungspflichtige Arzneimittel einnehmen, fragen Sie daher bitte Ihren Arzt, bevor Sie Alka-Seltzer einnehmen. Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol kann die Magenverträglichkeit verschlechtern.
Gewöhnungseffekte: Keine bekannt.
Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung
Bei ersten Anzeichen von Nebenwirkungen (wie weiter oben beschrieben) ist der Arzt zu verständigen.
Bei Kindern und Jugendlichen kann es nach Abklingen einer schweren Virusgrippe oder von Windpocken zu langanhaltendem Erbrechen kommen. Dies kann ein Zeichen des sogenannten Reye-Syndroms, einer sehr seltenen, unter Umständen lebensbedrohenden Krankheit sein, die unbedingt sofortiger ärztlicher Behandlung bedarf. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Arzneimittel ist bisher allerdings nicht erwiesen. Alka-Seltzer darf Kindern unter 3 Jahren nur auf ärztliche Verschreibung gegeben werden. Bei notwendiger Natriumdiät (Bluthochdruck) oder wenn eine Operation geplant ist, fragen Sie bitte vor Anwendung den Arzt. Bis heute ist noch keine Vergiftung durch alleinige Einnahme von Alka-Seltzer bekannt geworden. Generell gilt aber:
Sollten bei Überdosierung Beschwerden auftreten wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindelgefühl, Verwirrtheit, Ohrengeräusche, Beschleunigung der Atmung, im späteren Verlauf Fieber, Ohnmacht und Harnverhaltung, ist sofort ein Arzt zu verständigen.
Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens ärztliche Beratung erforderlich.
Verfalldatum beachten.
Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Packungsgrößen: 20 Stück
Lagerungshinweise: Nicht über 25°C lagern.
Bei UnkIarheiten fachliche Beratung einholen.
Datum der Erstellung: 01.06.1995
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren
Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.
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