Antacidum Pfizer Lutschtabletten
Hersteller:
Pfizer
Anwendungsgebiet:
Präparate für den Verdauungstrakt
Übersäuerung des Magens und damit verbundene Schmerzzustände und andere Beschwerden (z.B. Sodbrennen etc.) bei akuter und chronischer Magenentzündung (Gastritis), bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren und bei Reizungen des Magens nach Belastung durch Alkohol oder Medikamente.
Gebrauchsinformation
Antacidum "Pfizer"-Lutschtabletten
Wirkstoff: Dihydroxy-Aluminium-Natriumkarbonat
Z.Nr.12.794
Zulassungsinhaber
Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H., Wien
Hersteller
Heinrich Mack Nachf. GmbH & Co KG, Illertissen, Deutschland
Zusammensetzung
1 Lutschtablette enthält 340mg Dihydroxy-Aluminium-Natriumkarbonat.
Hilfsstoffe: Natriumalginat, Magnesiumstearat, Pfefferminzaroma, Spearmint-Flavour nato (Krauseminz) und 642,9mg Zucker.
Eigenschaften und Wirksamkeit
Antacidum "Pfizer"-Lutschtabletten sind ein Arzneimittel, das überschüssige Magensäure bindet. Die Wirkung tritt schnell ein, sodaß die Beschwerden rasch beseitigt werden.
Durch langsames Zergehenlassen im Mund kommt über längere Zeit eine gleichmäßige Menge des Medikamentes in den Magen, wo die überschüssige Magensäure gebunden wird.
Anwendungsgebiete
Übersäuerung des Magens und damit verbundene Schmerzzustände und andere Beschwerden (z.B. Sodbrennen etc.) bei akuter und chronischer Magenentzündung (Gastritis), bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren und bei Reizungen des Magens nach Belastung durch Alkohol oder Medikamente.
Art der Anwendung und Dosierung
Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten.
Jeweils 1-2 Lutschtabletten (bei Bedarf mehr) zwischen den Mahlzeiten, vor dem Schlafengehen oder beim Auftreten von Beschwerden langsam im Mund zergehen lassen. Wasser oder andere Flüssigkeiten werden zum Einnehmen der Lutschtabletten nicht benötigt. Falls ein rascher Wirkungseintritt erwünscht ist, sollten die Lutschtabletten sorgfältig zerkaut und geschluckt werden. Die Lutschtabletten sollten nicht in Wasser aufgelöst werden.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegenüber einem Bestandteil des Medikamentes,
- eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 30ml/min),
- verminderter Phosphatgehalt des Blutes,
- Verstopfung und Dickdarmverengungen.
Schwangerschaft und Stilleriode
Das Arzneimittel soll während der Schwangerschaft nur kurz angewendet werden, um eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden. Berichte über schädliche Wirkungen von Antacidum "Pfizer" während Schwangerschaft und Stillperiode sind nicht bekannt.
Nebenwirkungen
Die Lutschtabletten sind gewöhnlich gut verträglich. Bei überhöhter Dosierung kann Stuhlverstopfung eintreten; dies trifft auch auf Personen mit Darmträgheit bzw. mit eingeschränkter Flüssigkeitszufuhr zu.
Die Einnahme hoher Dosen über längere Zeiträume kann den Säure-Basenhaushalt im Körper stören.
Außerdem kann es zu einer übermäßigen Anreicherung (Kumulation) von Aluminium vor allem im Nerven- und Knochengewebe bis zur Aluminium-Enzephalopathie bei schwerem Nierenschaden, sowie zu Phosphatverarmung kommen (siehe "Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung").
Bei Dialyse-Patienten kann es durch den Gehalt an Aluminium zu Knochenerweichung sowie zu einer bestimmten Form von Anämie kommen.
Eine längere Anwendung aluminiumhaltiger Medikamente kann trotz geringer Aufnahme in den Körper zu Störungen des Phosphat- und Calciumhaushaltes führen.
In Einzelfällen sind Darmverschlüsse durch Aluminiumhydroxid beobachtet worden.
Wechselwirkungen
Die Antacidum "Pfizer"-Lutschtabletten können bei gleichzeitiger Einnahme die Aufnahme anderer Medikamente beeinflussen. Fragen Sie deshalb Ihren Arzt, wenn Sie noch andere Medikamente (z.B. Desoxycholsäure, Eisensalzpräparate, Ketoconazol und Tetracycline, besonders auch Ciprofloxacin und Ofloxacin) einnehmen.
Zwischen der Einnahme der Lutschtabletten und der eines anderen Medikamentes sollte ein Zeitraum von ca. 2 Stunden eingehalten werden.
Die gleichzeitige Einnahme aluminiumhaitiger Medikamente mit säurehältigen Getränken (Fruchtsäften, Wein etc.) oder Brausetabletten, die Zitronen- bzw. Weinsäure enthalten, erhöht die Aluminiumaufnahme im Verdauungstrakt.
Gewöungseffekte
Keine bekannt.
Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung
Bei Patienten mit verminderter Nierenleistung, insbesondere bei Dialysepatienten, sowie bei der Alzheimer'schen Erkrankung und anderen hochgradigen Verwirrtheitszuständen ist eine langdauernde und höher dosierte Anwendung zu vermeiden.
Bei Fortbestand der Beschwerden, oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist spätestens nach zwei Wochen, eine ärztliche Beratung erforderlich.
Vom Arzt angeordnete Kontrolluntersuchungen sind unbedingt durchzuführen.
Erste Anzeichen von Nebenwirkungen sowie der Eintritt einer Schwangerschaft sind dem Arzt zu melden.
Diabetiker sollten den Gehalt von 642,9 mg Zucker pro Tablette berücksichtigen.
Verfalldatum beachten!
Für Kinder unerreichbar aufbewahren!
Packungsgrößen
40 und 100 Stück
Stand: Oktober 1999
Bei UnkIarheiten fachliche Beratung einholen.
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren
Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.
|