Apozema Mariendistel DrageesApozema Mariendistel Dragees

Hersteller: Apomedica

Anwendungsgebiet: Präparate für den Verdauungstrakt

Zur unterstützenden Behandlung von Erkrankungen der Leber und Gallenblase und der damit verbundenen Verdauungsstörungen. Zur Verbesserung der Leberfunktion. Zum Schutz der Leber vor schädlichen Einflüssen (wie etwa Alkohol).

GEBRAUCHSINFORMATION

APOZEMA Mariendistel Dragees mit Artischocke

Z.Nr.: 7-00585

ZUSAMMENSETZUNG / Was ist in Apozema Mariendistel Dragees mit Artischocke enthalten?
1 Dragee enthält
100 mg Mariendistelextrakt standardisiert 60:1 (entspricht 70 mg Silymarin).
30 mg Artischockenextrakt 4:1.
Weiters: Kollidon, Laktose, Magnesiumstearat, Aerosil, Avicel, Eudragit E 12.5, Gummi arabicum, Talk, Reisstärke, Saccharose, Farbstoffe (E 104, E 124, E 131, E 171).

ARZNEIFORM
Dragees

PACKUNGSGRÖSSEN
60 Dragees

WIRKUNGSWEISE / Wie wirken Apozema Mariendistel Dragees mit Artischocke?
Apozema Mariendistel Dragees mit Artischocke enthalten Extrakte dieser beiden Arzneipflanzen, die für ihre leberschützenden Eigenschaften bekannt sind und sich durch gute Verträglichkeit auszeichnen.
Die Leber hat lebenswichtige Aufgaben im Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel zu erfüllen. Darüber hinaus hat sie die Aufgabe, das Blut von Giftstoffen zu reinigen. Alle diese Funktionen stellen für die Leber jedoch eine große Belastung dar.
Apozema Mariendistel Dragees mit Artischocke schützen die Leber und unterstützen sie dahingehend, dass der Wirkstoffkomplex der Mariendistel (Silybum marianum) die Leberzellen vor dem Eindringen von Giften schützt, die Regenerationsfähigkeit der Leber erhöht und die Wiederherstellung normal funktionierender Leberzellen beschleunigt.
Durch die Artischocke (Cynara scolymus) und ihre Hauptwirksubstanz Cynarin wird dazu noch der Leberstoffwechsel angeregt. Dies führt insbesondere zur Steigerung der Produktion von Galle und zu einer Förderung des Galleflusses.

ZULASSUNGSINHABER UND HERSTELLER:
APOMEDICA Ges.m.b.H., Graz

ANWENDUNGSGEBIETE / Wann werden Apozema Mariendistel Dragees mit Artischocke verwendet?
Zur unterstützenden Behandlung von Erkrankungen der Leber und Gallenblase und der damit verbundenen Verdauungsstörungen. Zur Verbesserung der Leberfunktion. Zum Schutz der Leber vor schädlichen Einflüssen (wie etwa Alkohol).

GEGENANZEIGEN / Wann dürfen Apozema Mariendistel Dragees mit Artischocke nicht angewendet werden?
Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile sowie Überempfindlichkeit gegen Korbblütler ( z.B. Schafgarbe, Kamille, Arnika, Ringelblume), Verschluß der Gallenwege.

SCHWANGERSCHAFT UND STILLZEIT /dürfen Apozema Mariendistel Dragees mit Artischocke während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?
Über eine Anwendung von Apozema Mariendistel Dragees mit Artischocke während Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet der Arzt.

VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE VERWENDUNG UND BESONDERE WARNHINWEISE / Was müssen Sie außerdem bedenken?
Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens eine ärztliche Beratung erforderlich.

Für  Kinder unerreichbar aufbewahren.

WECHSELWIRKUNGEN / Dürfen Apozema Mariendistel Dragees mit Artischocke gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet werden?
Ja, denn es sind keine Wechselwirkungen bekannt.

ART DER ANWENDUNG UND DOSIERUNG / Wie und wie oft sollen Apozema Mariendistel Dragees mit Artischocke angewendet werden?
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, 3mal täglich 1-2 Dragees über einen längeren Zeitraum. Die Dragees werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit nach einer Mahlzeit eingenommen.

NEBENWIRKUNGEN / Welche unerwünschten Wirkungen können Apozema Mariendistel Dragees mit Artischocke auslösen?
Apozema Mariendistel Dragees mit Artischocke werden gewöhnlich sehr gut vertragen.
In seltenen Fällen kann eine schwach abführende Wirkung auftreten.
Bei Auftreten hier nicht angeführter Nebenwirkungen ist der Arzt oder Apotheker zu informieren.

HINWEISE AUF ABLAUFDATUM UND LAGERUNG / Wie lange dürfen Sie Apozema Mariendistel Dragees mit Artischocke verwenden und wie sollen Sie sie aufbewahren?
Nach dem auf der Packung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Lichtschutz erforderlich, Arzneimittel daher in der Außenverpackung aufbewahren.
Nicht über Raumtemperatur (bis 25° C) lagern.

STAND DER GEBRAUCHSINFORMATION: 12/99

Bei UnkIarheiten fachliche Beratung einholen.

Wie Sie Ihrer Leber sinnvoll helfen können.

Die Mariendistel war bereits in der Antike bekannt. Sie wurde sowohl zu dieser Zeit und auch im Mittelalter als Heilpflanze eingesetzt. Im Jahr 1755 ist ihre Anwendung bei Lebererkrankungen erstmals belegt.

Die Artischocke ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und ähnlich wie die Mariendistel ein distelartiges Gewächs. Schon den Ägyptern, Griechen und Römern waren die verdauungsfördernden Eigenschaften der Artischocke bekannt. Der eigentliche Siegeszug der Artischocke als Arzneipflanze erfolgte jedoch erst in der späten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Die Leber ist das wichtigste Entgiftungsorgan des menschlichen Körpers.
Ihre Aufgaben sind absolut lebensnotwendig. Alles, was wir durch Essen oder Trinken, schon in normalem Rahmen, zu uns nehmen, muß von der Leber verarbeitet werden. Nicht umsonst wird daher die Leber im Volksmund "Küche des Körpers" genannt.

Die Leber hat aber die Fähigkeit, noch zusätzliche Leistungen zu erbringen. Sie schafft es, die schädliche Wirkung des Alkohols auf die Leberzellen zu vermindern. Auch Nahrungsmittel in übermäßigen Mengen oder mit hohem Fettgehalt, Medikamente und andere, die Leber belastende Substanzen, werden immer wieder abgebaut, verarbeitet und deren Giftstoffe herausgefiltert. Allerdings verbraucht die Leber für diese Arbeit viel zusätzliche Energie.

Durch unsere Lebensweise kann die Leber oft über Jahre belastet werden, ohne dass bemerkenswerte Beschwerden auftreten. Heute haben aber immer mehr Menschen Funktionsstörungen der Leber, ohne es zu wissen.

Die Leber ist ein "gutmütiges" Organ, sie läßt sich viel gefallen, denn sie kann sich regenerieren. Das heißt, sie hat die Fähigkeit, immer wieder neue Zellen aufzubauen.
Sind jedoch Leberzellen einmal geschädigt, können sie wichtige Aufgaben nicht mehr erfüllen. Die Leistungsfähigkeit der Leber wird dann immer geringer. Die ersten Anzeichen einer Leberschwäche sind chronische Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrations- und Leistungsabfall.


Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.