Aspirin Kautabletten
Hersteller: Bayer
Anwendungsgebiet:
Schmerzmittel inkl. Muskel- und Gelenksschmerzmittel
Gegen Schmerzen verschiedener Art wie Kopf- und Zahnschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen, Gelenkschmerzen, Nervenschmerzen und viele andere Beschwerden.
Bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten senken Aspirin Kautabletten das Fieber und bekämpfen die Schmerzen.
Liebe Patientin, lieber Patient!
Bitte lesen Sie diese Gebrauchsinformation aufmerksam, weil Sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Einnahme dieses Arzneimittels beachten sollen. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
GEBRAUCHSINFORMATION
ASPIRIN 500 mg Kautabletten
Wirkstoff: Acetylsalicylsäure
Z.Nr.: 1-20680
Was ist in Aspirin 500 mg Kautabletten enthalten?
Arzneilich wirksamer Bestandteil: 1 Kautablette enthält 500 mg Acetylsalicylsäure.
Sonstige Bestandteile: Calciumstearat, Maisstärke, Mannitol, Aspartam, Ascorbinsäure, Zitronensäure, Magnesiumcarbonat, Stärke, Natriumkarbonat, Natriumcarboxymethylcellulose, Spezialtrockenaroma, Mandarinensaftaroma, Orangenaroma, Gelborange S (E110).
Arzneiform
Kautabletten
Packungsgrößen
10 und 20 Stück.
Wie wirken Aspirin 500 mg Kautabletten?
Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) hat schmerzlindernde, fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkung. Die Wirkung setzt nach etwa 1/2 Stunde ein und hält 3 bis 4 Stunden an. ASS wird überwiegend bereits im Magen aufgenommen, in der Leber abgebaut und hauptsächlich über die Niere ausgeschieden.
Die Kautabletten enthalten den künstlichen Süßstoff Aspartam und sind daher für Diabetiker geeignet.
Zulassungsinhaber
Bayer Austria, Wien
Hersteller
Quimica, Farmacéutica Bayer S.A. Barcelona, Spanien.
Wann werden Aspirin 500 mg Kautabletten verwendet?
Gegen Schmerzen verschiedener Art wie Kopf- und Zahnschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen, Gelenkschmerzen, Nervenschmerzen und viele andere Beschwerden.
Bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten senken Aspirin Kautabletten das Fieber und bekämpfen die Schmerzen.
Wann dürfen Aspirin Kautabletten nicht eingenommen werden?
- bei bekannter überempfindlichkeit gegen Acetylsalicylsäure oder andere Salicylate;
- bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren;
- bei gesteigerter Blutungsneigung;
- bei Nierenversagen und Oxalurie;
- Schwangerschaft im letzten Drittel
- Kinder im 1. Lebensjahr.
Aspirin Kautabletten sollen unter folgenden Umständen nicht oder nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden:
- bei bekannter Überempfindlichkeit gegen andere entzündungshemmende Schmerzmittel und Mittel gegen Rheuma oder gegen andere, allergieauslösende Stoffe;
- bei Asthma bronchiale;
- bei angeborenem Mangel an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase (seltene Stoffwechselerkrankung);
- bei chronischen Magen- und Darmbeschwerden (z.B. Gastritis);
- bei Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen;
- bei Kindern und Jugendlichen bei Windpocken sowie bei schwerer Virusgrippe;
- bei gleichzeitiger Behandlung mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln (z.B. Cumarinderivate, Heparin -Ausnahme: niedrig dosierte Heparin-Behandlung)
Dürfen Aspirin 500 mg Kautabletten während der Schwangerschaft und in der Stillzeit eingenommen werden?
In den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten soll Acetylsalicylsäure nicht angewendet werden. Acetylsalicylsäure kann bei Mutter und Kind zu verlängerten Blutungen führen. Während der ersten 6 Monate der Schwangerschaft und während der Stillzeit darf Acetylsalicylsäure nur in niedriger Dosierung und möglichst als Einzelgabe eingenommen werden.
Vorsichtsmaßnahmen für die Verwendung und besondere Warnhinweise
Was müssen Sie außerdem beachten?
Sie müssen Ihren Arzt informieren
- wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie glauben, daß Sie schwanger sind,
- wenn Sie noch andere Arzneimittel einnehmen, insbesondere Medikamente, die ASS enthalten oder Mittel gegen Schmerzen und Rheuma
- wenn Sie an anderen Krankheiten oder Allergien leiden
- bei ersten Anzeichen von Nebenwirkungen oder Gegenanzeigen.
Aspirin Kautabletten sollten ohne ärztliche Anordnung nicht länger als 10 Tage, bei Kindern nicht länger als 5 Tage, bei Fieber nicht länger als 3 Tage hintereinander angewendet werden.
Bei Kindern und Jugendlichen wurden Einzelfälle von lebensbedrohlichen Komplikationen (Reye-Syndrom) beobachtet. Bei langdauerndem Erbrechen, Austrocknung, Bewußtseinstrübung und Krämpfen ist sofort der Arzt zu verständigen. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Arzneimittel ist allerdings nicht erwiesen.
Darf Kindern unter 3 Jahren nur auf ärztliche Verschreibung gegeben werden.
Patienten, die an Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellung (Nasenpolypen) oder chronischen Atemwegsinfektionen (besonders gekoppelt mit heuschnupfenartigen Erscheinungen) leiden und Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Schmerz- und Rheumamittel aller Art, sind bei Anwendung von Aspirin Kautabletten durch Asthmaanfälle gefährdet (sogenannte Analgetika-Intoleranz/Analgetika-Asthma). Sie sollten vor Anwendung den Arzt befragen. Das gleiche gilt für Patienten die auch gegen andere Stoffe überempfindlich (allergisch) reagieren, wie z.B. mit Hautreaktionen, Juckreiz oder Nesselfieber.
Vor einer geplanten Operation ist der Arzt zu befragen, ob ASS weiter eingenommen werden darf.
Bei Anwendung von ASS in überhöhten Dosen über mehrere Jahre sind Nierenschädigungen nicht auszuschließen. Die Überprüfung der Nierenfunktion ist angezeigt.
Bei Auftreten von schwarzem Stuhl (Teerstuhl) ist sofort der Arzt zu benachrichtigen.
Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens ärztliche Beratung erforderlich.
Schmerzmittel sollen nicht längere Zeit oder in höheren Dosen ohne ärztlichen Rat angewendet werden.
Vorsicht bei Patienten mit Erkrankungen der Speiseröhre. In diesem Fall sollen die Tabletten mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden.
Bewahren Sie dieses Arzneimittel immer außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern auf.
Wechselwirkungen
Dürfen Aspirin 500 mg Kautabletten gleichzeitig mit anderen Medikamenten angewendet werden?
Die gleichzeitige Einnahme von ASS mit anderen Arzneimitteln kann zur Verstärkung oder Abschwächung Ihrer Wirkung führen. Jede Einnahme anderer Medikamente ist dem behandelnden Arzt mitzuteilen.
Verstärkt werden:
- die Wirkung gerinnungshemmender Arzneimittel;
- das Risiko einer Magen-Darm-Blutung bei gleichzeitiger Behandlung mit Glucocorticoiden oder Alkoholeinnahme;
- die Plasma-Konzentration von Digoxin oder Barbituraten sowie Lithium;
- die erwünschten und unerwünschten Wirkungen entzündungshemmender Arzneimittel;
- die Wirkung von blutzuckersenkenden Arzneimitteln (Sulfonylharnstoffe);
- die Wirkungen und unerwünschten Wirkungen von Methotrexat;
- die Wirkung von chemotherapeutisch wirksamen Sulfonamiden inklusive Cotrimoxazol;
- die Wirkung von Trijodthyronin;
- die Wirkung von Valproinsäure, einem Medikament zur Behandlung von Krampfanfällen des Gehirns.
Abgeschwächt werden:
- die Wirkung von entwässernden Medikamenten (Spironolacton und Furosemid);
- die Wirkung von Medikamenten, die die Harnsäureausscheidung beeinflussen;
- die Wirkung blutdrucksenkender Arzneimittel.
Dosierung, Art und Dauer der Anwendung
Wie oft und in welcher Menge sollten Sie Aspirin Kautabletten einnehmen?
Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten.
Erwachsene: Einzeldosis: 1-2 Tabletten.
Maximale Tagesdosis 6 Tabletten.
Wie und wann sollten Sie Aspirin Kautabletten einnehmen?
Tabletten zum Kauen. Sie können ohne oder mit Wasser eingenommen werden. Die Einnahme soll nicht auf nüchternen Magen erfolgen.
Bei liegenden Patienten sollen die Tabletten mit einer reichlichen Menge Flüssigkeit eingenommen werden.
Maßnahmen bei Überdosierung
Bei etwaiger Überdosierung können folgende Beschwerden auftreten:
Übelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden, Schwindelgefühl, Verwirrtheit, Ohrgeräusche, Kopfschmerzen und Beschleunigung der Atmung. Später kann es zu Fieber, Ohnmacht und Harnverhaltung kommen. In diesen Fällen ist sofort ärztliche Hilfe notwendig.
Hinweise für den Arzt:
Liegt eine ASS-Intoxikation vor, so stehen im Vordergrund zunächst gastrointestinale Reizerscheinungen wie Nausea, Erbrechen, Magenschmerzen sowie Schwindel, Kopfschmerz, Verwirrtheit, Tinnitus und Hyperventilation mit respiratorischer Alkalose. Im späteren Verlauf kommt es zu zentraler Dämpfung, Hyperpyrexie, respiratorischer und metabolischer Azidose, toxischem Kreislauf- und Nierenversagen, Hirn- und Lungenödem, Koma. Bei Kindern ist eine Hypoglykämie möglich.
Therapie bei Intoxikation:
- Primäre Giftelimination (vorsichtige Magenspülung);
- Überwachung des Säure-Basen-Haushaltes;
- Elektrolytausgleich, Glukosekorrektur;
- intensivmedizinische Betreuung (Beatmung, Flüssigkeitszufuhr);
- Beschleunigung der Ausscheidung (alkalisierte, forcierte Diurese, Hämodialyse);
- Gaben von Diazepam bei Krämpfen.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel können Aspirin Kautabletten neben den erwünschten auch unerwünschte Wirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten auftreten müssen. In der empfohlenen Dosierung sind Nebenwirkungen selten.
Welche unerwünschten Wirkungen können Aspirin 500 mg Kautabletten haben?
Es kann zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Atemnot, Hautausschlag), Magenbeschwerden (Übelkeit, Erbrechen), Blutverlusten aus dem Magen-Darmtrakt (Schwarzfärbung des Stuhles), einer Verminderung der Blutplättchen und Verlängerung der Blutungszeit und bei Asthmatikern zu einer Auslösung von Asthmaanfällen kommen.
Bei Einnahme von überhöhten Dosen über lange Zeit können Nierenschäden nicht ausgeschlossen werden und es können Schwindelgefühl, Ohrensausen sowie Magen-Darmgeschwüre mit schweren Blutungen auftreten.
Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit und Lagerung des Arzneimittels
Verwenden Sie dieses Arzneimittel nur bis zum angegebenen Ablaufdatum. Sie finden es auf der Außenverpackung und auf der Folie.
Restmengen können Sie in die Apotheke zurückbringen.
Lagerungshinweise: Nicht über 25°C lagern.
Diese Gebrauchsinformation wurde im August 1999 erstellt.
Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn sie weitere Fragen zu Aspirin Kautabletten haben.
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren
Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.
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