Ass Ratiopharm Tabletten

Hersteller: Ratiopharm

Anwendungsgebiet: Schmerzmittel inkl. Muskel- und Gelenksschmerzmittel

ASS "ratiopharm" hilft gegen Schmerzen verschiedener Art, wie Kopf-, Zahnschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen. Bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten senken ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten das Fieber und bekämpfen die Schmerzen.

Liebe Patientin, lieber Patient,
Sie haben von Ihrem Arzt ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten verschrieben bekommen, die Ihr Arzt als geeignetes Medikament zur Behandlung Ihrer Erkrankung und Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes erachtet. Halten Sie sich bitte genau an die Anordnung Ihres Arztes.

Gebrauchsinformation

ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten

Wirkstoff: Acetylsalicylsäure

Z.Nr.: 1-21084

Zulassungsinhaber: ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH, Wien

Hersteller: Merckle GmbH; Blaubeuren, Deutschland

Zusammensetzung:
Was ist ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten enthalten?
1 Tablette enthält:
Acetylsalicylsäure 500 mg
sonstige Bestandteile: Cellulose, Maisstärke

Eigenschaften und Wirksamkeit:
Was sind ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten?
Acetylsalicylsäure wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und fiebersenkend. Acetylsalicylsäure wirkt gut bei Erkältungen und Grippe. Die Wirkung setzt nach etwa 20 Minuten ein und hält 3-4 Stunden an. ASS wird überwiegend bereits im Magen aufgenommen, in der Leber abgebaut und hauptsächlich über die Niere ausgeschieden.

Anwendungsgebiete:
Wann werden ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten verwendet?
ASS "ratiopharm" hilft gegen Schmerzen verschiedener Art, wie Kopf-, Zahnschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen. Bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten senken ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten das Fieber und bekämpfen die Schmerzen.

Art der Anwendung:
Wie verwenden Sie ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten?
Die Tablette in einem Glas Wasser zerfallen lassen. Nach der Einnahme ein Glas Wasser, Fruchtsaft oder Milch nachtrinken.

Dosierung:
Wie dosieren Sie ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten?
Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten.
Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahre:
Einzeldosis 1 - 2 Tabletten,
maximale Tagesdosis: 5 Tabletten

Gegenanzeigen:
Was ist bei der Anwendung von ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten Vorsicht geboten?
Nicht anwenden bei:
- Überempfindlichkeit gegen Salicylate
- Magen- und 12-Fingerdarm-Geschwüren
- gesteigerter Blutungsneigung
- Nierenversagen und Oxalurie
- Kinder im 1. Lebensjahr
Vorsicht ist geboten bei:
- bekannter Überempfindlichkeit gegenüber anderen entzündungshemmenden Schmerzmittel und Mittel gegen Rheuma, oder gegen andere, allergieauslösenden Stoffe.
- Asthma bronchiale
- angeborenem Mangel an Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase(seltene Stoffwechselerkrankung)
- chronischen Magen- Darmbeschwerden (z.B. Gastritis)
- Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen
- Kindern und Jugendlichen bei Windpocken sowie bei schwerer Virusgrippe

Dürfen ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten während einer Schwangerschaft oder Stillperiode eingenommen werden?
In den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten soll Acetylsalicylsäure nicht angewendet werden. ASS kann bei Mutter und Kind zu verlängerten Blutungen führen. Während der ersten 6 Monate der Schwangerschaft und während der Stillzeit darf Acetylsalicylsäure nur in niedriger Dosierung und möglichst als Einzelgabe eingenommen werden.

Nebenwirkungen:
Welche unerwünschten Wirkungen, die jedoch nicht bei jedem Patienten auftreten müssen, können ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten verursachen?
In der empfohlen Dosierung sind Nebenwirkungen selten.
Es kann zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Atemnot, Hautausschlag), Magenbeschwerden (Übelkeit, Erbrechen), Blutverlusten aus dem Magen-Darm-Trakt (Schwarzfärbung des Stuhls), einer Verminderung der Blutplättchen und Veränderung der Blutungszeit und bei Asthmatikern zu einer Auslösung von Asthmaanfällen kommen.
Bei Einnahme von überhöhten Dosen über lange Zeit können Nierenschäden nicht ausgeschlossen werden und es können Schwindelgefühl, Ohrensausen sowie Magen-Darm-Geschwüre mit schweren Blutungen auftreten.

Wechselwirkungen:
Dürfen ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten gleichzeitig mit anderen Medikamenten angewendet werden?
Die gleichzeitige Einnahme von ASS mit anderen Arzneimitteln kann zur Verstärkung oder Abschwächung ihrer Wirkung führen. Jede Einnahme anderer Medikamente ist dem behandelnden Arzt mitzuteilen.
Verstärkt werden:
- die Wirkung gerinnungshemmender Medikamente
- das Risiko einer Magen-Darm-Blutung bei gleichzeitiger Behandlung mit Glucocorticoiden oder Alkoholeinnahme
- die Plasmakonzentration von Digoxin oder Barbituraten wie Lithium
- die Wirkung von blutzuckersenkenden Arzneimitteln (Sulfonylharnstoffe)
- die Wirkungen und unerwünschten Wirkungen von Methotrexat
- die Wirkung von chemotherapeutisch wirksamen Sulfonamiden inklusive Cotrimoxazol
- die Wirkung von Trijodthyronin
- die erwünschten und unerwünschten Wirkungen entzündungshemmender Arzneimittel
Abgeschwächt werden:
- die Wirkung von entwässernden Medikamenten (Spironolacton und Furosemid)
- die Wirkung von Medikamenten, die die Harnsäureausscheidung beeinflussen
- die Wirkung blutdrucksenkender Arzneimittel

Gewöhnungseffekte:
Keine bekannt.

Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung:
Was ist ferner zu beachten?
Erste Anzeichen von Nebenwirkungen oder wenn Gegenanzeigen vorliegen sowie der Eintritt einer Schwangerschaft sind dem Arzt zu melden, ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten sollten ohne ärztliche Anordnung nicht länger als 10 Tage, bei Kindern nicht länger als 5 Tage, bei Fieber nicht länger als 3 Tage hintereinander angewendet werden.
Bei Kindern und Jugendlichen wurden Einzelfälle von lebensbedrohlichen Komplikationen (Reye-Syndrom) beobachtet.
Bei langdauerndem Erbrechen, Austrocknung, Bewußtseinstrübung und Krämpfen ist sofort der Arzt zu verständigen. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Arzneimittel ist allerdings nicht erwiesen.
Patienten, die an Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellung (Nasenpolypen) oder chronischen Atemwegsinfektionen (besonders gekoppelt mit heuschnupfenartigen Erscheinungen) leiden, und Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Schmerz- und Rheumamittel aller Art sind bei Anwendung von ASS "ratiopharm" 500 mg-Tabletten durch Asthmaanfälle gefährdet (sogenannte Analgetika-intoleranz/Analgetika Asthma). Sie sollten vor der Anwendung den befragen.
Darf Kindern unter 3 Jahren nur auf ärztliche Verschreibung gegeben werden.
Das gleiche gilt für Patienten, die auch gegen andere Stoffe überempfindlich (allergisch) reagieren, wie z. B. mit Hautreaktionen, Juckreiz oder Nesselfieber.
Vor einer geplanten Operation ist der Arzt zu befragen, ob ASS weiter eingenommen werden darf.
Falls Sie noch andere Medikamente nehmen, die ASS enthalten, oder Mittel gegen Schmerzen und Rheuma, ist der Arzt zu befragen.
Die Anwendung von ASS in überhöhten Dosen über mehrere Jahre sind Nierenschädigungen nicht auszuschließen. Die Überprüfung der Nierenfunktion ist angezeigt.
Bei Auftreten von schwarzem Stuhl (Teerstuhl) ist sofort der Arzt zu benachrichtigen.
Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens ärztliche Beratung erforderlich.
Schmerzmittel sollen nicht längere Zeit oder in höheren Dosen ohne ärztlichen Rat angewendet werden.
Vorsicht bei Patienten mit Erkrankung der Speiseröhre. In diesem Fall sollen die Tabletten mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden.
Überdosierung:
Bei etwaiger Überdosierung können folgende Beschwerden auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden, Schwindelgefühl, Verwirrtheit, Ohrengeräusche, Kopfschmerzen und Beschleunigung der Atmung. Später kann es zu Fieber, Ohnmacht und Harnverhaltung kommen.
In diesen Fällen ist sofort ärztliche Hilfe notwendig.
Hinweise für den Arzt:
Liegt eine ASS-Intoxikation vor, so stehen im Vordergrund zunächst gastrointestinale Reizerscheinungen wie Nausea, Erbrechen, Magenschmerzen sowie Schwindel, Kopfschmerz, Verwirrtheit, Tinnitus und Hypervenulation mit respiratorischer Alkose. Im späteren Verlauf kommt es zu zentraler Dämpfung, Hyperpyrexie, respiratorischer und metabollscher Azidose, toxischem Kreislauf- und Nierenversagen, Harn- und Lungenödem, Koma. Bei Kindern ist eine Hypoglykämie möglich.
Therapie bei Intoxikation:
- Primäre Giftelimination (vorsichtige Magenspülung)
- Überwachung des Säure-Basen-Haushaltes
- Elektrolytausgleich, Glukosekorrektur
- Intensivmedizinische Betreuung (Beatmung, Flüssigkeitszufuhr)
- Beschleunigung der Ausscheidung (alkalisierte forcierte Diurese, Hämodialyse)
- Gaben von Diazepam bei Krämpfen.

Verfalldatum beachten.

Packungsgrößen:
20 und 50 Stück

Lagerungshinweise:
Nicht über Raumtemperatur (bis 25°C) lagern. Vor Feuchtigkeit schützen.

Bei Unklarheit fachliche Beratung einholen.

Datum: 21.09.1998


Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.