Carilax Feigensirup
Hersteller: Strallhofer
Anwendungsgebiet:
Präparate für den Verdauungstrakt
Carilax wird bei Verstopfung verwendet, wie sie zum Beispiel auf Reisen, bei ungewohnter Ernährung oder bei Bettlägrigkeit auftreten kann.
GEBRAUCHSINFORMATION
CARILAX - FEIGENSIRUP
Z.Nr.: 8.077
Zusammensetzung: Was ist in Carilax-Feigensirup enthalten?
In 100 g (84 ml) sind enthalten: 40 g wäßriger Auszug aus 20 g getrockneten Feigen, Extrakt aus Sennesblättern und Sennesfrüchten entsprechend 84mg Sennosid B, weiters Saccharose 50 g, p-Hydroxybenzoesäuremethylester 0,15 g, p-Hydroxybenzoesäurepropylester 0,1 g, Alkohol, ätherisches Zimtöl, ätherisches Gewürznelkenöl und gereinigtes Wasser.
1 ml enthält 1 mg Sennosid B.
Arzneiform: Lösung
Packungsgrössen: 150 ml
Wirkungsweise: Wie wirkt Carilax-Feigensirup?
Carilax-Feigensirup ist ein Abführmittel auf pflanzlicher Basis.
Der Auszug aus getrockneten Feigen und die Inhaltsstoffe von Sennesfrüchten und Sennesblättern vermehren im Dickdarm den Gehalt an Wasser und Salzen. Durch den vermehrten Wassergehalt wird der Stuhl weich und gleitfähig und die Zunahme des Darminhaltes regt die Darmtätigkeit an.
Carilax-Feigensirup ermöglicht eine leichte und schmerzfreie Darmentleerung. Die Wirkung ist etwa 8-10 Stunden nach Einnahme zu erwarten.
Zulassungsinhaber und Hersteller:
Dr. T. Strallhofer, Wien
Anwendungsgebiete: Wann wird Carilax-Feigensirup verwendet?
Carilax wird bei Verstopfung verwendet, wie sie zum Beispiel auf Reisen, bei ungewohnter Ernährung oder bei Bettlägrigkeit auftreten kann.
Gegenanzeigen: Wann darf Carilax-Feigensirup nicht angewendet werden?
Bei bestimmten Erkrankungen oder Umständen ("Gegenanzeigen") darf Carilax-Feigensirup nicht eingenommen werden. Dies ist der Fall bei Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe, bei Darmverschluß, Darmentzündungen, Bauchschmerzen unbekannter Ursache, Kinder unter 12 Jahren.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob für Sie eine dieser Gegenanzeigen zutrifft, fragen Sie bitte vor Anwendung von Carilax-Feigensirup Ihren behandelnden Arzt.
Schwangerschaft und Stillzeit: Darf Carilax-Feigensirup während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?
Während der Schwangerschaft und in der Stillperiode darf Carilax-Feigensirup nicht eingenommen werden.
Vorsichtsmassnahmen für die Verwendung und besondere Warnhinweise: Was müssen Sie außerdem bedenken?
Zur Verhinderung von Darmkrämpfen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wesentlich. Nehmen Sie Carilax-Feigensirup ohne ärztliche Anordnung nicht über einen längeren Zeitraum (mehr als ein bis zwei Wochen) ein.
Bei Neigung zu Verstopfung sollte in erster Linie auf eine ballaststoffreiche Kost, Erziehung des Darmes zu regelmäßiger Entleerung und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Als Abmagerungsmittel ist Carilax Feigensirup nicht geieignt, ebenso ist er wegen des hohen Zuckergehalts für Diabetiker nicht geeignet.
Eine Reihe von Arzneistoffen kann stopfend wirken. Wenn Sie zusätzlich andere Arzneimittel verwenden, fragen Sie gegebenenfalls Ihren Arzt. Ist nach Anweisung des Arztes eine länger dauernde Behandlung mit Carilax-Feigensirup unbedingt notwendig, so sollte, um einen Kaliummangel zu vermeiden, zusätzlich viel, am besten kaliumreiches, Obst (Bananen, Trockenobst) und Gemüse (Kartoffel, Spinat, Champignons) gegessen werden.
Melden sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen sowie den Eintritt einer Schwangerschaft Ihrem Arzt. Wird Carilax-Feigensirup zur Darmreinigung bei Säuglingen und Kleinkindern angewendet, so sind nach Bedarf stündlich die Windeln zu wechseln.
Bei Fortbestand der Beschwerden, oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens eine ärztliche Beratung erforderlich.
Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Wechselwirkungen: Darf Carilax-Feigensirup gleichzeitig mit anderen Medikamenten angewendet werden?
Bei der Anwendung zweier oder mehrerer Arzneimittel kann eine gegenseitige Beeinflussung auftreten, auch wenn die Einnahme nicht gleichzeitig erfolgt. Wirkungen und Nebenwirkungen können verstärkt oder abgeschwächt werden.
Bei Kaliummangel, hervorgerufen durch lange dauernden Mißbrauch, kann die Wirkung bestimmter Herzmedikamente (Digitalisglykoside) verstärkt werden. Durch bestimmte Arzneistoffe gegen Zwölffingerdarmgeschwur (Carbenoxolon), durch Kortison und durch bestimmte wassertreibende Medikamente (Thiazide) kann sich die Neigung zu Kaliummangel verstärken.
Wenn Sie eines dieser Arzneimittel verwenden oder Sie sich nicht sicher sind, teilen Sie Ihrem behandelnden Arzt mit, daß Sie Carilax-Feigensirup verwenden wollen. Er/sie kann dann entscheiden, ob ein Arzneimittel nicht eingenommen werden darf oder ob die Dosierung des einen oder anderen Arzneimittels verändert werden muß.
Gewöhnungseffekte sind bei kurzfristiger Anwendung von Carilax-Feigensirup nicht bekannt.
Bei lang dauernder, ununterbrochener Anwendung kann eine Verminderung der Wirkung auftreten, so daß der angestrebte Erfolg nur durch eine Erhöhung der Einnahmemenge erreicht werden könnte.
Art der Anwendung: Wie soll Carilax-Feigensirup angewendet werden?
Um eine Darmentleerung am Morgen zu erzielen, ist Carilax-Feigensirup vor dem Schlafengehen mit reichlich Flüssigkeit einzunehmen.
Dosierung: Wie oft soll Carilax-Feigensirup angewendet werden?
Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten.
Die Dosierung erfolgt mit einem Eßlöffel (=15 ml). Die Anwendung soll möglichst auf eine kurze Dauer beschränkt werden. Die für eine sichere
Wirkung bei Darmträgheit nötige Einnahmemenge kann individuell unterschiedlich sein und kann mit Carilax-Feigensirup leicht angepaßt werden. Durchfall kann ein Zeichen von Überdosierung sein.
Erwachsene und Kinder über 12 Jahren erhalten 15 bis 30 ml (maximal 60 ml) entsprechend 1 bis 2 (max. 4) Eßlöffel.
In Gynäkologie und Geburtshilfe sowie bei älteren oder geschwächten Personen ist die niedrigere Dosis angezeigt.
Nebenwirkungen: Welche unerwünschten Wirkungen kann Carilax-Feigensirup auslösen?
Wirksame Arzneimittel können außer den erwünschten Wirkungen auch unerwünschte Nebenwirkungen haben. Sie müssen jedoch nicht bei jedem Patienten auftreten. Carilax-Feigensirup wird im allgemeinen gut vertragen. In der empfohlenen Einnahmemenge (Dosierung) und bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr sind Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen oder Durchfall sehr selten. Übelkeit oder Erbrechen treten selten auf. Diese Nebenwirkungen können auch Zeichen einer zu hohen Dosierung sein. Eine schwache Rotfärbung des Harnes kann gelegentlich beobachtet werden und ist ohne Bedeutung. Bei Anwendung in hohen Dosen oder über lange Zeit kann es zu einer Verminderung von Kalium im Körper kommen, dadurch kann sich die Darmträgheit weiter verstärken. Weiters sind Störungen der Nierenfunktion und der Darmreflexe, Veränderung der Schleimhaut des Dickdarms, Gewichtsverlust, Mattigkeit oder Appetitlosigkeit möglich. Besonders bei älteren, geschwächten, untergewichtigen und kreislauflabilen Personen besteht bei höherer Dosierung durch Verlust von Kalium und Wasser, wenn diese nicht ersetzt werden, Kollapsgefahr.
Hinweise auf Ablaufdatum und Lagerung: Wie lange dürfen Sie Carilax-Feigensirup verwenden und wie sollen Sie Carilax-Feigensirup aufbewahren?
Verfalldatum beachten.
Lichtschutz erforderlich, Arzneimittel daher in der Außenverpackung aufbewahren. Nicht über 25 °C lagern.
Stand der Gebrauchsinformation: 8/98.
BEI UNKLARHEITEN FACHLICHE BERATUNG EINHOLEN.
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren
Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.
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