Eryval Tropfen
Hersteller: Smetana
Anwendungsgebiet:
Präparate für den Verdauungstrakt
Verdauungsstörungen und Magenbeschwerden, die durch einen akuten oder chronischen Mangel an Verdauungssäften oder eine gestörte Enzymbildung ausgelöst werden; nervöse Krämpfe, zu geringe Spannung und kolikartige Schmerzen im Bereich des Magen-Darmkanals und der Gallenwege, Darmträgheit, chronische Appetitlosigkeit, abnormale Gärungs- und Zersetzungsprozesse (Gärungsdurchfall), übermäßige Blähung, Völlegefühl nach zu schwereren oder zu reichlichen Mahlzeiten.
Gebrauchsinformation
ERYVAL Magentropfen
Z.Nr.: 7.892
Zusammensetzung: Alkoholischer Auszug (ca. 58 Gew.-%); 100 g enthalten die Inhaltsstoffe aus 6 g Wermutkraut/Herb. Absinthii, 20 g Tausendguldenkraut/Herb. Centauri, 6,5 g Johanniskraut/Herb. Hyperici sowie die ätherischen Öle der Pfefferminze/Fol. Menthae pip. (100 mg) und des Baldrians/Radix Valerianae (20 mg). 1 g Eryval ergibt ca. 20 Tropfen.
Arzneiform: Lösung
Packungsgröße: 30 ml
Pharmazeutisch-therapeutische Kategorie und Wirkungsweise:
Was ist Eryval und wie wirkt es?
Eryval ist ein rein pflanzliches Bittermittel mit ausgeprägt beruhigender und krampflösender Komponente und damit ein verläßlicher Regulator für Magen, Leber und Darm! Es führt dem Körper nicht fehlende Enzyme von außen zu, sondern aktiviert durch seine pflanzlichen Bitterstoffe die körpereigenen Verdauungssäfte. Darüber hinaus bewährt es sich durch seine beruhigende Komponente auch bei einem Krankheitsbild, das in unserer modernen Gesellschaft immer häufiger wird: das nervös bedingte Magenleiden!
Der enge Zusammenhang zwischen Seele und Magen ist schon seit langem bekannt: Seelische Belastungen, Angst-, Unruhe- und Spannungszustände treten, vor allem wenn sie unter starkem Leistungsdruck verdrängt werden, als Magenbeschwerden in Erscheinung. Für dieses Beschwerdebild empfiehlt sich Eryval: Es behebt rasch die unangenehmen Symptome und leitet gleichzeitig eine allgemeine Umstimmung ein, die zu einem echten Abklingen der Beschwerden führt.
Zulassungsinnhaber: Dr. Smetana & Co., EF-EM-ES, 1180 Wien
Anwendungsgebiete:
Wann werden Eryval Magentropfen verwendet?
Verdauungsstörungen und Magenbeschwerden, die durch einen akuten oder chronischen Mangel an Verdauungssäften oder eine gestörte Enzymbildung ausgelöst werden; nervöse Krämpfe, zu geringe Spannung und kolikartige Schmerzen im Bereich des Magen-Darmkanals und der Gallenwege, Darmträgheit, chronische Appetitlosigkeit, abnormale Gärungs- und Zersetzungsprozesse (Gärungsdurchfall), übermäßige Blähung, Völlegefühl nach zu schwereren oder zu reichlichen Mahlzeiten.
Gegenanzeigen:
Bei welchen Krankheiten oder Umständen darf Eryval nicht eingenommen werden?
Eryval ist bei Magenübersäuerung, saurem Aufstoßen und Sodbrennen, bei Neigung zu oder Bestehen von Magen- und Darmgeschwüren, sowie bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Präparates nicht anzuwenden.
Schwangerschaft und Stillperiode:
Obwohl keine Berichte über fruchtschädigende Wirkung oder Schädigung bei Anwendung in der Stillperiode vorliegen, sollte das Präparat in den ersten Monaten einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden.
Vorsichtsmaßnahmen für die Verwendung:
Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Eryval Magentropfen enthalten pro g ca. 0,58 g Alkohol. Für Alkoholkranke daher nicht geeignet.
Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens eine ärztliche Beratung erforderlich.
Wechselwirkungen:
Darf Eryval gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden?
In Eryval ist Johanniskraut enthalten. Die Bestandteile aus Johanniskraut können die Wirksamkeit anderer Arzneimittel abschwächen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn sie gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen, wie zum Beispiel Indivar oder andere Arzneimittel zur Behandlung von HIV-1 Infektionen, Arzneimittel zur Blutverdünnung, Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems), Theophyllin (Arzneimittel gegen Asthma), Digoxin (Arzneimittel gegen Herzschwäche) oder die "Pille". Wenn Ihnen Ihr Arzt andere Arzneimittel gegen Depressionen verschreibt, informieren Sie bitte Ihren Arzt davon, daß Sie Eryval Magentropfen einnehmen.
Dosierung:
Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten. Im Normalfall dreimal täglich 15-20 Tropfen, bei Bedarf kann dem Beschwerdebild angepaßt sowohl die Zahl der Einnahmen als auch die Tropfenzahl erhöht werden.
Gewöhnungseffekte und damit ein Abnehmen der Wirksamkeit sind bei Eryval auch bei langdauernder regelmäßiger Einnahme nicht zu beobachten.
Art der Anwendung:
Unverdünnt oder mit etwas Wasser einnehmen.
Anwendungszeitpunkt je nach Indikation ca. 15 Minuten vor*, zu** oder nach*** den Mahlzeiten (* z.B. bei Magensäure- und/oder Verdauungsenzymmangel, chronischer Appetitlosigkeit, ** z.B. bei Blähsucht, *** z.B. bei Völlegefühl)
Nebenwirkungen:
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten, wenn man Eryval Magentropfen einnimmt?
Echte Nebenwirkungen sind aus der jahrzehntelangen Anwendung von Eryval Magentropfen nicht bekannt.
In vereinzelten Fällen kann das ätherische Öl der Baldrianwurzel leichte Magen-Darmbeschwerden und allergische Hautreaktionen auslösen. Johanniskraut kann bei dazu disponierten (hellhäutigen) Personen zu Lichtüberempfindlichkeit führen.
Hinweise auf Verfalldatum und Lagerung:
Verfalldatum beachten - verwenden Sie Eryval Magentropfen nicht länger, als es das auf Etikette und Packung aufgedruckte Datum empfiehlt.
Lichtschutz erforderlich, Arzneimittel daher in der Außenverpackung aufbewahren!
Stand der Gebrauchsinformation: Mai 2000
Bei Unklarheit fachliche Beratunge einholen!
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren
Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.
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