Eu Med Tabletten
Hersteller:
Novartis Consum. H.
Anwendungsgebiet:
Schmerzmittel inkl. Muskel- und Gelenksschmerzmittel
Schmerzen verschiedener Art, wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, rheumatische Schmerzen, Gelenks- und Muskelschmerzen, Menstruationsbeschwerden; Fieber und Schmerzen bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.
Gebrauchsinformation
Eu-Med Tabletten
Ihr Arzt oder Ihr Apotheker hat Ihnen dieses Arzneimittel zur Linderung Ihrer Beschwerden verschrieben bzw. empfohlen.
Diese Gebrauchsinforamtion bietet Ihnen wichtige Hinweise für die sichere und effektive Anwendung.
Z.Nr.: 1-20451
Zulassungsinhaber und Hersteller
Novartis Consumer Health - Gebro GmbH, Fieberbrunn
Zusammensetzung
1 Tablette enthält:
250 mg Paracetamol,
250 mg Propyphenazon,
46 mg Coffein.
Hilfsstoffe:
Polyvidon, Kollidon CL, Talk, Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.
Eigenschaften und Wirksamkeit
Eu-Med-Tabletten wirken rasch schmerzstillend und fiebersenkend sowie schwach entzündungshemmend.
Die Wirkung setzt 20-30 Minuten nach Einnahme ein und hält etwa 4 Stunden an.
Anwendungsgebiete
Schmerzen verschiedener Art, wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, rheumatische Schmerzen, Gelenks- und Muskelschmerzen, Menstruationsbeschwerden; Fieber und Schmerzen bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.
Art der Anwendung
Tabletten in wenig Wasser zerfallen lassen oder unzerkaut einnehmen. Reichlich Flüssigkeit nachtrinken.
Dosierung
Die gelegentliche Einnahme eines Schmerzmittels in empfohlener Dosis ist sinnvoll und vertretbar, der regelmäßige "Gebrauch" bedarf jedoch ärztlicher Kontrolle. Übermäßiger und dauernder Konsum von Schmerztabletten kann Ihrem Körper Schaden zufügen.
Falls nicht anders verdordnet, Dosierung genau einhalten: Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre 1 Tablette 1 bis 4 mal täglich.
Gegenanzeigen
Gegenanzeigen sind Umstände oder Krankheiten, bei denen Sie das Medikament nicht oder nur nach ärztlicher Prüfung einnehmen dürfen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergie haben oder andere Medikamente (auch selbstgekaufte) anwenden.
Das Präparat darf nicht eingenommen werden bei:
- Kindern unter 12 Jahren
- bekannter Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Arzneimittels
- bestehender Knochenmarksschädigung mit gestörter Blutbildung
- erblich bedingtem Mangel an Glukose-6-phosphat-Dehydrogenase (sehr seltene Stoffwechselerkrankung)
- ausgeprägten Nieren- und Leberfunktionsstörungen
- akuter Porphyrie (seltene Blutkrankheit)
- chronischem oder übermäßigem Alkoholgenuss
Bei Überempfindlichkeit gegen andere Schmerzmittel (Auslösung von Asthmaanfällen, allergischem Schnupfen, schweren Hautreaktionen) sowie bei Geschwüren oder Blutungen im Magen-Darmbereich ist eine vorsichtige Anwendung geboten.
Schwangerschaft und Stillperiode:
In der Schwangerschaft dürfen Eu-Med-Tabletten nur auf ausdrückliche ärztliche Anordnung eingenommen werden. Von einer Anwendung in der Stillperiode wird abgeraten.
Nebenwirkungen
Arzneimittel können neben den erwünschten Wirkungen auch unerwünschte Nebenwirkungen haben. Falls Ihnen die Liste von Nebenwirkungen auf den ersten Blick besorgniserregend erscheint, bedenken Sie bitte folgendes:
- Diese Zusammenstellung enthält alle beobachteten Nebenwirkungen dieses Medikamentes, auch solche, die äußerst selten auftraten.
- Nebenwirkungen müssen nicht bei jdem Patienten auftreten.Bei Einhaltung der empfohlenen Dosierung sind Nebenwirkungen selten.
Gelegentlich können Übelkeit und allergische Hautreaktionen (Ausschlag, Rötung) oder Schleimhautveränderungen, unter Umständen begleitet von Temperaturanstieg, auftreten.
Der Coffein-Anteil kann Kopfdruck und Schlafstörungen verursachen.
Sehr selten kann es zu Blutbildveränderungen (mit starker Müdigkeit, Blässe, Halsschmerzen), in Einzelfällen zur Auslösung von Heuschnupfen, Asthmaanfällen und Nasenschleimhautschwellungen und - äußerst selten - zu Schockzuständen (u.a. mit Hautverfärbung, Atemnot und Herzbeklemmung) kommen.
In Einzelfällen sind für den Wirkstoff Paracetamol Überempfindlichkeitsreaktionen (Schwellungen im Gesicht, Atemnot, Schweißausbruch, Übelkeit, Blutdruckabfall bis hin zum Schock) beschrieben worden. Bei den ersten Anzeichen für eine Überempfindlichkeitsreaktion sind Eu-Med-Tabletten abzusetzen und es ist sofort Kontakt mit einem Arzt aufzunehmen.
Bei langem oder hochdosiertem Gebrauch sind Leber- und Nierenfunktionsstörungen nicht auszuschließen. Anzeichen einer Einnahme von Überdosen sind insbesondere Erbrechen, Bauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut, Blutzuckerschwankungen, Sehstörungen, Krämpfe, Übererregung, Herzrhythmusstörungen, Benommenheit oder Bewusstlosigkeit.
Wechselwirkungen
Falls Sie Eu-Med-Tabletten gleichzeitig mit anderen Medikamenten anwenden, könnte es sein, dass Arzneimittelwirkungen verstärkt oder abgeschwächt werden oder Nebenwirkungen auftreten. Sprechen Sie deshalb in diesem Fall vorher mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Eu-Med-Tabletten und einige andere Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen:
Die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten, die zu verstärkter Stoffwechseltätigkeit der Leber führen (z. B. Barbiturate, Rifampicin, Präparate gegen Epilepsie), verstärkt die Bildung von leberschädigenden Abbauprodukten des Paracetamols.
Die Aufnahme von Paracetamol wird durch Metoclopramid beschleunigt. Salicylamid verlängert die Ausscheidungszeit von Paracetamol und führt zu vermehrten leberschädigenden Abbauprodukten.
Durch Paracetamol wird die Ausscheidungszeit von Chloramphenicol auf das Fünffache verlängert. Bei wiederholter Einnahme kann Paracetamol die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Cumarinverbindungen) verstärken.
Coffein beschleunigt die Aufnahme von Ergotamin.
Eu-Med-Tabletten sollten daher ohne ärztliche Anweisung nicht gleichzeitig mit oben angeführten Medikamenten eingenommen werden.
Gleichzeitiger Alkoholkonsum erhöht die Gefahr einer Leberschädigung.
Gewöhnungseffekte
Bisher keine bekannt.
Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung
Ohne ärztliche Anordnung nicht länger als 10 Tage hintereinander anwenden. Bei längerem Gebrauch oder überhöhter Dosierung (mehr als 2 g Paracetamol pro Tag) sind Leber- und Nierenschädigungen nicht auszuschließen.
Phenazonderivate können bei Überempfindlichkeit zu einer Schädigung des Blutbildes führen; bei Auftreten eines Hautausschlages, starker Müdigkeit, von Halsschmerzen oder Geschwüren im Mund soll der Arzt aufgesucht werden. In vereinzelten Fällen wurden allergische Reaktionen in Form schwerer, zum Teil lebensbedrohender, mit Atemnot einhergehender Schockzustände beobachtet.
Bei starken Schmerzen im Bauchraum sollten schmerzstillende Mittel möglichst nicht vor der Untersuchung durch den Arzt eingenommen werden, da sie die Erkennung wichtiger Krankheitszeichen verschleiern könnten.
Gleichzeitiger Alkoholgenuss sollte vermieden werden.
Eine Schwangerschaft und das Auftreten von Nebenwirkungen sind vor weiterer Einnahme dem Arzt zu melden.
Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens eine ärztliche Beratung erforderlich.
Bei Vergiftungen infolge massiver Überdosierung ist eine sofortige ärztliche Beratung erforderlich.
Hinweis für den Arzt:
Gegenmittel: Orale Zufuhr von N-Acetylcystein (z.B. Mucomyst-Lösung) innerhalb der ersten 10 Stunden (Initialdosis 140 mg/kg Körpergewicht, nach 8 Stunden 70 mg/kg alle 4 Stunden).
Zur Senkung überhöhter Propyphenazonblutspiegel ist Hämoperfusion erfolgversprechend.
Verfalldatum beachten!
Für Kinder unerreichbar aufbewahren!
Packungsgrößen
10,20,60 Stück
Lagerungshinweise
Lichtschutz erforderlich, Arzneimittel daher in der Außenverpackung aufbewahren.
Nicht über Raumtemperatur (bis 25°C) lagern.
Bei UnkIarheiten fachliche Beratung einholen!
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren
Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.
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