Fungiderm Lösung Extern

Hersteller: Nycomed Austria

Anwendungsgebiet: Hautmittel

Zur Behandlung von Pilzerkrankungen der Füße, meist im Zwischenzehenbereich, der Fußsohle und der Nägel.

Gebrauchsinformation

Fungiderm-Lösung zur äußerlichen Anwendung

Z.Nr.1-18238

Hersteller
NYCOMED Austria GmbH, Linz

Zulassungsinhaber
NYCOMED Austria GmbH, Linz

Zusammensetzung
1ml enthält 0,01g Bifonazol in alkoholischer Lösung

Eigenschaften und Wirksamkeit
Die Wirksamkeit von FUNGIDERM richtet sich gegen alle empfindlichen Erreger, die beim Menschen Pilzinfektionen der Haut hervorrufen können.
FUNGIDERM tötet Pilze ab und hemmt das Wachstum von Hefen.

Anwendungsgebiete
Zur Behandlung von Pilzerkrankungen der Füße, meist im Zwischenzehenbereich, der Fußsohle und der Nägel.

Art der Anwendung und Dosierung
FUNGIDERM wird einmal täglich, am besten abends vor dem Zubettgehen, auf die infizierten Stellen aufgetragen. Es genügen meist wenige Tropfen der Lösung (ca. 3 Tropfen) zur Behandlung einer etwa handtellergroßen Fläche. Die lästigen Erscheinungen einer Pilzerkrankung, vor allem der Juckreiz, verschwinden meist schon in der ersten Woche der Behandlung. Trotzdem muß gerade jetzt die Behandlung fortgeführt werden. Denn die Haut braucht Zeit, bis sie durch ihr Wachstum alle Pilzelemente abgestoßen hat.
Die Behandlungsdauer beträgt im allgemeinen 3 Wochen.
Um eine dauerhafte Ausheilung zu erreichen, sollte die Behandlung mit FUNGIDERM nicht nach Abklingen der Beschwerden abgebrochen, sondern noch mindestens 2 Wochen weitergeführt werden.
Bei Nagelpilzerkrankungen empfiehlt es sich, vor Behandlung die Oberfläche der Nägel etwas abzufeilen, um ein besonders gutes Eindringen der Lösung zu ermöglichen. Nagelpilzerkrankungen sind erkennbar an einer deutlichen Verdickung und Verfärbung der Nagelplatte.

Gegenanzeigen
FUNGIDERM darf nicht angewendet werden bei:
Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Präparates und/oder andere Imidazolpräparate.

Schwangerschaft und Stillperiode:
Da der Wirkstoff über die Haut praktisch nicht in den Körper gelangt, sind bei sachgemäßer Anwendung keine Auswirkungen auf das Ungeborene oder den Säugling zu erwarten.
FUNGIDERM soll bei Säuglingen nur unter ärztlicher Überwachung angewendet werden.

Nebenwirkungen
FUNGIDERM wird im allgemeinen gut vertragen, in seltenen Fällen können Reaktionen wie leichte Rötung, Brennen, Reizung oder Schuppung auftreten.

Wechselwirkungen und Gewöhnungseffekte
Keine bekannt.

Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung
Die Behandlung ohne ärztliche Anordnung ist auf Pilzerkrankungen der Füße zu beschränken.
Wenn Anzeichen von Nebenwirkungen auftreten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens eine ärztliche Beratung erforderlich.
FUNGIDERM ist nur für den äußerlichen Gebrauch bestimmt, sie soll nicht in die Augen gelangen und nicht auf offene HautsteIlen aufgebracht werden, da der darin enthaltene Alkohol ein schmerzhaftes Brennen verursachen kann.
Allgemeine Hinweise zu Pilzerkrankungen und hygienischen Maßnahmen zu deren Vermeidung:
Pilzinfektionen der Füße sind sehr häufig und sehr ansteckend. Gehen Sie daher nie barfuß, insbesondere in öffentlichen Bädern, Duschen und Hotels. Pilzsporen können die Erkrankung weiter verbreiten.
Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollte man sich nach der Benutzung von Gemeinschaftseinrichtungen (Bäder, Saunen, Hotelzimmer, usw.) besonders gründlich waschen und abtrocknen! Pilze lieben nämlich die Feuchtigkeit. So kann vermieden werden, daß Pilze die Haut besiedeln.
Sauna und Dampfbad sollten erst nach Ausheilung der Pilzerkrankungen wieder besucht werden.
Pilzinfektionen verursachen anfangs nur sehr geringe Veränderungen:
Schuppung im Bereich der Fußsohle oder der Zehenzwischenräume sind der erste Hinweis auf das Vorliegen eines Fußpilzes. Bei Nichtbeachtung dieser Erscheinungen können sich im weiteren Verlauf juckende Bläschen, Rötung, Schwellung oder nässende Hautveränderungen sowie Befall der Nägel entwickeln. Eine frühzeitige Behandlung ist daher sehr wichtig. Sollten die bereits beschriebenen schweren Hautveränderungen aufgetreten sein, soll Diagnose und Behandlung durch den Arzt erfolgen.
Pilze wachsen in die Tiefe der Haut hinein und "verwurzeln" sich dort meist mit einem Fadengeflecht. Deshalb läßt sich eine bestehende Pilzerkrankung durch normale hygienische Maßnahmen allein, wie z.B. Waschen, nicht heilen.
Zur hygienischen Unterstützung der Therapie empfiehlt es sich jedoch, die befallenen Hautstellen vor der Anwendung zu waschen und gründlich abzutrocknen (z.B. zwischen den Zehen). Dadurch werden lockere Hautschuppen entfernt und damit das Eindringen des Wirkstoffes in die Haut erleichtert.
Wenn täglich Handtücher und Kleidungsstücke, die mit der erkrankten Stelle in Berührung kommen, gewechselt werden, kann verhindert werden, daß man sich selbst ständig wieder ansteckt. Durch diese einfachen Maßnahmen kann die Heilung unterstützt und eine Übertragung auf andere Körperteile oder gar andere Personen vermieden werden.
Pilze können sich rasch vermehren. Deshalb kann eine Pilzinfektion wieder aufflammen, wenn bei der Behandlung nur wenige Pilzelemente übrigbleiben. Pilzinfektionen sind daher sehr hartnäckig und langwierig. Um eine erfolgreiche Behandlung zu erreichen ist es unbedingt erforderlich, FUNGIDERM während der Behandlungsdauer täglich anzuwenden und die empfohlenen hygienischen Maßnahmen einzuhalten.

Verfalldatum beachten.

Für  Kinder unerreichbar aufbewahren.

Packungsgrößen
15, 30 und 50ml

Bei UnkIarheiten fachliche Beratung einholen.


Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.