Gewadal Tabletten
Hersteller: Nycomed Austria
Anwendungsgebiet:
Schmerzmittel inkl. Muskel- und Gelenksschmerzmittel
Schmerzzustände, wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Rheuma- und Muskelschmerzen, Menstruationsbeschwerden; Fieber und Schmerzen bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.
GEBRAUCHSINFORMATION
GEWADAL -Tabletten
Zulassungsnummer 1-18210
Zusammensetzung
In diesem Kapitel wird beschrieben was in GEWADAL enthalten ist!
1 Tablette enthält als Wirkstoffe 250 mg Paracetamol,250 mg Propyphenazon und 50 mg Coffein und als weitere Bestandteile Maisstärke, Polyvidon, Stearinsäure, Carboxymethylstärke-Natrium, Crospovidon, mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat und Talk.
Arzneiform
GEWADAL sind weiße Tabletten mit Bruchkerbe
Packungsgrößen
GEWADAL gibt es in Packungen zu 10, 20, 30, 60 und 500 Tabletten.
Pharmazeutisch-therapeutische Kategorie und Wirkungsweise
In diesem Kapitel wird GEWADAL und dessen Wirkung beschrieben!
GEWADAL ist eine Wirkstoffkombination mit rasch einsetzenden schmerzstillenden, fiebersenkenden und schwach entzündungshemmenden Eigenschaften.
Wogegen wirkt Gewadal?
Gegen Schmerzen verschiedener Art
Zulassungsinhaber und Hersteller
Nycomed Austria GmbH., Linz
Anwendungsgebiete
In diesem Kapitel wird beschrieben bei welchen Beschwerden Sie GEWADAL einnehmen sollten!
Schmerzzustände, wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Rheuma- und Muskelschmerzen, Menstruationsbeschwerden; Fieber und Schmerzen bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.
Bedenken Sie bitte, daß GEWADAL die Ursachen Ihrer Beschwerden nicht heilen kann.
Gegenanzeigen
In diesem Kapitel wird beschrieben wann Sie GEWADAL nicht einnehmen dürfen!
Sie dürfen GEWADAL nicht einnehmen, bei:
• bekannter Überempfindlichkeit gegen einen oder mehrere Bestandteile des Präparates,
• bestehende Knochenmarksschädigung mit gestörter Blutbildung,
• Mangel an Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase (sehr seltene Stoffwechselerkrankung),
•ausgeprägte Nieren- und Leberfunktionsstörungen,
• akute Porphyrie (seltene Blutkrankheit),
• übermäßiger bzw. chronischer Alkoholgenuß.
Bei Überempfindlichkeit gegen andere Schmerzmittel (Auslösung von Asthma, allergischem Schnupfen, schweren Hautreaktionen) sowie bei Magen-Darm-Geschwüren oder -Blutungen ist Vorsicht geboten.
Schwangerschaft und Stillperiode
In diesem Kapitel wird beschrieben ob GEWADAL während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden darf!
Sie sollten Ihren Arzt oder Apotheker fragen, ob Sie GEWADAL während der Schwangerschaft einnehmen dürfen. Während der Stillzeit wird von der Einnahme von GEWADAL abgeraten.
Vorsichtsmaßnahmen für die Verwendung
In diesem Kapitel wird beschrieben was Sie außerdem bedenken müssen wenn Sie GEWADAL einnehmen!
GEWADAL darf Kindern unter 3 Jahren nur über ärztliche Verschreibung gegeben werden.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie
• schwanger sind oder stillen,
• an einer Allergie leiden,
• noch andere Medikamente einnehmen, auch solche, die Sie selbst gekauft haben.
Das Auftreten von Nebenwirkungen ist vor der weiteren Einnahme von Gewadal dem Arzt zu melden.
Wenn sich Ihre Beschwerden verschlechtern oder nicht bessern, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Bei starken Schmerzen im Bauchraum sollten schmerzstillende Mittel möglichst nicht vor der Untersuchung genommen werden, da sie die Erkennung wichtiger Krankheitszeichen verschleiern können.
Vermeiden Sie gleichzeitigen Alkoholgenuß.
Bewahren Sie dieses Arzneimittel immer außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern auf.
Wechselwirkungen
In diesem Kapitel wird beschrieben was Sie beachten müssen, wenn Sie gleichzeitig mit GEWADAL andere Medikamente einnehmen!
GEWADAL und einige andere Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob Sie GEWADAL einnehmen dürfen, wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel anwenden. Die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten, die zu verstärkter Stoffwechseltätigkeit der Leber führen (z. B. Barbiturate, Rifampicin, Präparate gegen Epilepsie), verstärkt die Bildung von leberschädigenden Abbaupodukten des Paracetamols.
Die Aufnahme von Paracetamol wird durch Metoclopramid beschleunigt. Salicylamid verlängert die Ausscheidungszeit von Paracetamol und führt zu vermehrten leberschädigenden Abbauprodukten.
Durch Paracetamol wird die Ausscheidungszeit von Chloramphenicol auf das Fünffache verlängert. Bei wiederholter Einnahme kann Paracetamol die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Cumarinderivaten) verstärken.
Coffein beschleunigt die Aufnahme von Ergotamin.
Gleichzeitiger Alkoholkonsum erhöht die Gefahr einer Leberschädigung.
Gewöhnungseffekte sind nicht bekannt.
Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung
In diesem Kapitel werden Umstände beschrieben, die Sie bei der Einnahme von GEWADAL beachten sollten!
Ohne ärztliche Anordnung nicht länger als zehn Tage hintereinander anwenden.
Wenn Sie über längere Zeit (länger als 10 Tage hintereinander) höhere Mengen (mehr als 2 g Paracetamol pro Tag = 8 GEWADAL-Tabletten) von GEWADAL einnehmen sind Leber- und Nierenschädigungen nicht auszuschließen.
Phenazonderivate können bei Überempfindlichkeit zu einer Schädigung des Blutbildes führen; bei Auftreten eines Hautausschlages, starker Müdigkeit, von Halsschmerzen oder Geschwüren im Mund soll der Arzt aufgesucht werden. In vereinzelten Fällen wurden allergische Reaktionen in Form schwerer, zum Teil lebensbedrohender, mit Atemnot einhergehender Schockzustände beobachtet.
Bei Vergiftung infolge massiver Überdosierung ist eine sofortige ärztliche Behandlung erforderlich. Gegenmittel: Orale Zufuhr von N-Acetylcystein innerhalb der ersten 10 Stunden (Mucomyst ® -Lösung 140 mg/kg Körpergewicht, nach 8 Stunden 70 mg/kg alle 4 Stunden).
Dosierung und Art der Anwendung
In diesem Kapitel wird beschrieben wie und wie oft Sie GEWADAL einnehmen können!
Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre nehmen bei Bedarf 1 Tablette, bei anhaltenden Schmerzen bis zu 4 mal täglich mit etwas Flüssigkeit ein.
Anzeichen und Maßnahmen bei Überdosierung
Wenn Sie zuviel oder über einen längeren Zeitraum GEWADAL einnehmen, können Leber- und Nierenfunktionsstörungen nicht ausgeschlossen werden. Anzeichen einer Überdosierung sind insbesondere Erbrechen, Bauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut, Blutzuckerschwankungen, Sehstörungen, Krämpfe, Übererregung und Störungen der Herzschlagfolge bis zur Benommenheit oder Bewußtlosigkeit. In diesen Fällen darf GEWADAL nicht weiter eingenommen werden und muß unbedingt ein Arzt verständigt werden. Er wird die nötigen Maßnahmen einleiten.
Wenn Sie das Gefühl haben, GEWADAL wirke zu stark oder zu schwach, nehmen Sie nicht mehr Tabletten ein als oben angegeben, sondern sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann GEWADAL neben den erwünschten auch unerwünschte Wirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten vorkommen müssen! Diese werden in diesem Kapitel beschrieben! Beachten Sie bitte, daß die folgende Zusammenstellung alle beobachteten Nebenwirkungen des Medikaments enhält - auch solche, die nur äußerst selten auftreten!
Bei Einhaltung der empfohlenen Dosierung sind Nebenwirkungen selten.
Gelegentlich können Übelkeit und allergische Hauterscheinungen (Rötung, Ausschlag) oder Schleimhautveränderungen, unter Umständen begleitet von Temperaturanstieg, auftreten. Sehr selten kann es zu Blutbildveränderungen (mit starker Müdigkeit, Blässe, Halsschmerzen), in Einzelfällen bei Überempfindlichkeit zu Auslösung eines Asthmaanfalles (Vorsicht wenn Sie Asthmatiker sind!) und Nasenschleimhautschwellung, extrem selten zu Schockzuständen (u.a. mit Hautverfärbung, Atemnot, Herzbeklemmung) kommen. Durch Coffein können Kopfdruck und Schlafstörungen verursacht werden.
In Einzelfällen sind für den Wirkstoff Paracetamol Überempfindlichkeitsreaktionen (Schwellungen im Gesicht, Atemnot, Schweißausbruch, Übelkeit, Blutdruckabfall bis hin zum Schock) beschrieben worden. Bei den ersten Anzeichen für eine Überempfindlichkeitsreaktion ist Gewadal abzusetzen und sofort Kontakt mit einem Arzt aufzunehmen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie über diese Nebenwirkungen beunruhigt sind oder andere Beschwerden haben.
Wie sollen Sie GEWADAL aufbewahren?
Da Lichtschutz erforderlich ist bewahren Sie dieses Arzneimittel unbedingt in der geschlossenen Originalpackung auf.
Verwenden Sie GEWADAL nur bis zum angegebenen Ablaufdatum. Sie finden es auf der Schachtel und den Tabletten-Blistern. Restmengen können Sie in die Apotheke zurückbringen.
Diese Gebrauchsinformation wurde im September 2000 erstellt.
Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie weitere Fragen zu GEWADAL-Tabletten haben.
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren
Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.
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