Herbelax Abführkeks
Hersteller:
Sanochemia
Anwendungsgebiet:
Präparate für den Verdauungstrakt
Herbelax-Abführkekse sind bei Obstipation indiziert.
Herbelax-Abführkekse
Z.Nr.: 1.19157
Zulassungsinhaber: Sanochemia Pharmazeutika, Wien.
Hersteller: Polipharm, Luzern, Schweiz.
Zusammensetzung
1 Keks enthält 112 mg Auszug aus Sennesblättern (in Form der Calciumsalze der Sennoside A+B entsprechend 20% Sennosid B), 0,5 g Fructose, Weizenkleie, pulverisierte Äpfel und Feigen.
Eigenschaften und Wirksamkeit
Herbelax ist ein aus getrockneten Äpfeln, Feigen, Weizenkleie und Senna bestehendes Keks mit abführender Wirkung. Die getrockneten Äpfel und Feigen dienen wie die Weizenkleie als Füll- und Quellstoffe. Senna ist eine anthrachinonhaltige Droge, in der die Sennoside A und B vorliegen. Diese Sennoside werden durch Darmbakterien des Dickdarms zuerst in Glycosid-Rheinanthrone und dann durch Hydrolysierung zu Rheinanthronen (Aglycone), der pharmakologisch wirksamsten Form, umgewandelt. Durch Zusammenspiel aller Wirkkomponenten kommt es sowohl zu einer Volumenvergrößerung und Erweichung der Faeces als auch zu einer gesteigerten Peristaltik des Dickdarmes, deren Folge eine leichte und schonende Defäkation 8 bis 10 Stunden nach der Einnahme der Abführkekse ist.
Anwendungsgebiete
Herbelax-Abführkekse sind bei Obstipation indiziert.
Art der Anwendung
Herbelax-Abführkekse sind am besten am Abend vor dem Schlafengehen einzunehmen.
Dosierung
Erwachsene und Kinder über 12 Jahre: ½1 Keks pro Tag. Die Tagesdosis soll 2 Kekse nicht überschreiten.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des Präparates (Fructose-Sorbit-Intoleranz).
- Akutes Abdomen und seine Symptome wie unklare Schmerzen im Bauchraum, Ileus, Bauchkrämpfe, Nausea, Emesis.
- akut entzündliche Erkrankung des Darmes
- Störungen des Elektrolythaushaltes und Wasserhaushaltes
- Gastroentestinale Obstruktionen
- Kinder unter 12 Jahren.
Schwangerschaft und Stillperiode
Herbelax-Abführkekse dürfen während der Schwangerschaft und Laktation nicht angewandt werden.
Nebenwirkungen
Herbelax-Abführkekse sind gut verträglich. Vereinzelt kann es zum Auftreten von Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen kommen. Bei Auftreten dieser Symptome ist an eine zu hohe Dosierung zu denken.
Bei mißbräuchlicher Anwendung (zu hohe Dosen oder Langzeiteinnahme) kann es zu einem erhöhten Verlust von Wasser und Elektrolyten, speziell von Kalium, sowie zu Melanosis coli und einer Schädigung des Plexus myentericus kommen.
Wechselwirkungen
Bei einer eventuell auftretenden Hypokaliämie wird die Wirkung von Herzglycosiden verstärkt. Durch die Gabe von Carbenoxolon, Corticosteroiden und Thiazid-Diuretika kann eine Hypokaliämie-Neigung verstärkt werden.
Es muß bedacht werden, daß es durch die Herabsetzung der Passagezeit des Darminhaltes zu einer verminderten Resorption von Medikamenten, z.B. von Digoxin, kommen kann.
Gewöhnungseffekte
Gewöhnungseffekte sind unter kurzfristigen Therapien mit Herbelax-Abführkekse nicht bekannt.
Bei langdauernden ununterbrochener Anwendung ist mit einer Verminderung der Wirkung zu rechnen.
Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung
Eine eventuelle Rotfärbung des Harns kann gelegentlich bei dessen alkalischer Reaktion auftreten und hat sonst keine klinische Bedeutung. Der Patient ist aufzuklären, daß er bei Auftreten von Nebenwirkungen (siehe oben) die Einnahme von Herbelax-Abführkeksen einzustellen und den Arzt sofort aufzusuchen oder zu verständigen hat.
Ein Auftreten von Diarrhoen ist ein Hinweis auf Überdosierung.
Herbelax-Abführkekse sind nicht als Abmagerungsmittel geeignet.
Herbelax-Abführkekse dürfen ohne ärztliche Anordnung nicht über einen längeren Zeitraum (mehr als 1 bis 2 Wochen) eingenommen werden.
Vorsicht, Diabetiker! Fructosegehalt von 0,5 g/Keks (0,04BE) berücksichtigen.
Packungsgrößen: 8 und 12 Stück.
Lagerungshinweise: Trocken aufbewahren. Nicht über 25°C lagern.
Bei UnkIarheiten fachliche Beratung einholen.
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren
Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.
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