Ibufem DrageesIbufem Dragees

Hersteller: Sanova Pharma

Anwendungsgebiet: Schmerzmittel inkl. Muskel- und Gelenksschmerzmittel

Bei Schmerzzuständen wie Menstruationsschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Schmerzen bei Erkältungskrankheiten.

GEBRAUCHSINFORMATION

ibufem Dragees

Wirkstoff: Ibuprofen

Z.Nr.: 1 -23.345

Zusammensetzung: 1 Dragee enthält 200mg Ibuprofen.
Weitere Bestandteile: Alginsäure, Carboxymethylcellulose-Natrium, Carnaubawachs, mikrokristalline Cellulose, Copovidon, Gelatine, Magnesiumstearat, Maisstärke, Povidon, Saccharose, Siliciumdioxid, Talkum, Titandioxid.

Arzneiform: Dragees

Packungsgrößen: 20 Stück

Wie wirken IBUFEM-Dragees?
Ibuprofen, der Wirkstoff von IBUFEM-Dragees, ist ein Arzneistoff mit ausgeprägter schmerzstillender, entzündungshemmender und fiebersenkender Wirkung. Damit sind IBUFEM-Dragees zur Behandlung von
Schmerzen verschiedener Ursache, auch in Verbindung mit Fieber oder Entzündungen und von rheumatischen Beschwerden gut geeignet.
IBUFEM-Dragees sind gut verträglich und aus diesem Grund auch für lange dauernde Therapien nutzbar.

Zulassungsinhaber und Hersteller: SANOVA PHARMA GesmbH, Wien

Wann wenden Sie IBUFEM-Dragees an?
Bei Schmerzzuständen wie Menstruationsschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Schmerzen bei Erkältungskrankheiten.

Wann dürfen IBUFEM-Dragees nicht angewendet werden?
IBUFEM-Dragees dürfen nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Ibuprofen oder einen Bestandteil des Präparates, Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese), bestehenden Magen- Darmgeschwüren.
Vorsicht ist geboten bei Asthma, bekannter Allergieneigung (z.B. Heuschnupfen) oder bekannter Überempfindlichkeit gegen andere Rheuma- oder Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure o. a. (Erkennbar durch das Auslösen von Asthmaanfällen, Hautausschlägen oder allergischem Schnupfen);
chronischen Atemwegserkrankungen;
schweren Leber- und Nierenstörungen, schwerer Herzmuskelschwäche,
schwerer Hypertonie;
Magen-Darmblutungen oder Magen-Darmgeschwüren in der Vorgeschichte;
bei bestehendem systemischen Lupus erythematodes oder anderen Autoimmunerkrankungen ist vor einer Anwendung der Arzt zu befragen.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Nicht in den letzten 3 Monaten einer Schwangerschaft anwenden.
Während der ersten 6 Monate der Schwangerschaft oder in der Stillzeit nur auf ausdrückliche ärztliche Anordnung einnehmen.

Was müssen Sie bei der Verwendung von IBUFEM-Dragees außerdem beachten?
Melden Sie dem Arzt das Auftreten von Nebenwirkungen sowie eine Schwangerschaft bzw. wenn Sie stillen.
Vom Arzt angeordnete Laborkontrollen sind unbedingt einzuhalten.
Wegen der Möglichkeit des Auftretens von zentralnervösen Störungen ist Vorsicht beim Lenken von Kraftfahrzeugen und bei Arbeiten mit Maschinen geboten.
Für  Kinder unerreichbar aufbewahren.
Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens eine ärztliche Beratung erforderlich.
Beim Auftreten folgender Anzeichen ist das Präparat nicht weiter einzunehmen und sofort ein Arzt aufzusuchen:
· starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteife und/oder Bewußtseinstrübung (Zeichen einer möglichen Gehirnhautentzündung);
· Verminderung der Harnausscheidung, Ansammlung von Wasser im Körper (Ödeme) oder anhaltendes allgemeines Unwohlsein (Zeichen einer möglichen eingeschränkten Nierenfunktion);
· starke Bauchschmerzen, schwarzer oder blutiger Stuhl, Hautausschlag mit Schleimhautentzündungen, Seh- oder Hörstörungen.

Was müssen Sie beachten, wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel anwenden?
Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen. Informieren Sie daher den Arzt oder Apotheker, wenn Sie neben IBUFEM-Dragees auch andere Medikamente verwenden und beachten Sie folgende Hinweise:
Verstärkt werden:
· die Wirkung blutgerinnungshemmender Mittel (z.B. Cumarinderivate, Heparin, Dipyridamol, Sulfinpyrazon)
· bei einer Glucocorticoidtherapie das Risiko von Magen-Darmblutungen
· die Wirkungen und Nebenwirkungen anderer Rheumamittel
· die Wirkung oraler blutzuckersenkender Arzneimittel (Sulfonyharnstoffe)
· die Giftigkeit von Methotrexat
· die Wirkung von Phenytoin, Digoxin, lithium, kaliumsparender harntreibender Mittel.
Vermindert werden die Wirkungen von Spironolacton, Furosemid, Probenecid, Sulfinpyrazon und Mittel gegen Bluthochdruck.
Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol kann die Magenverträglichkeit von Ibuprofen vermindern.

Wie und wie oft sollen IBUFEM-Dragees eingenommen werden?
Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten.
Bei Bedarf 1-2 Dragees unzerkaut mit Flüssigkeit zu den Mahlzeiten einnehmen. Über den Tag verteilt nicht mehr als 6 Dragees einnehmen.
Darf an Kinder unter 14 Jahren nur über ärztliche Verschreibung gegeben werden. Dabei soll die Einzeldosis 1 Dragee betragen und über den Tag verteilt sollen nicht mehr als 4 Dragees verabreicht werden.

Hinweise für den Arzt: Überdosierung
Bei Überdosierung oder Intoxikation symptomatische Therapie, allenfalls Magenspülung. Als Symptome einer Überdosierung können zentralnervöse Störungen mit Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit und Bewußtlosigkeit, sowie Abdominalschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Ferner kann es zu Hypotension, Atemdepression und Cyanose kommen.

Welche unerwünschten Wirkungen (Nebenwirkungen), die jedoch nicht bei jedem Patienten auftreten, können IBUFEM-Dragees haben?
Arzneimittel können neben den erwünschten Wirkungen auch Nebenwirkungen haben.
Beachten Sie jedoch bitte, daß die folgende Zusammenstellung alle beobachteten Nebenwirkungen von Ibuprofen enthält -auch solche, die äußerst selten auftreten:
IBUFEM ist im allgemeinen gut verträglich. Nebenwirkungen treten selten auf und verschwinden meist rasch nach dem Absetzen:
Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, Durchfall, Verstopfungen, Sickerblutungen im Bereich des Verdauungstraktes;
Kopfschmerzen, Schwindel, Reizbarkeit, Ohrensausen;
Juckreiz, Hautrötung;
Schwellungen der Gliedmaßen durch Wasseransammlung.
Seltener und besonders bei langer hochdosierter Anwendung:
Geschwüre und Blutungen im Magen-Darm-Trakt (blutiger oder schwarzer Stuhl) - in Ausnahmefällen mit Gefahr des Durchbruches (Anzeichen starke Bauchschmerzen und gespannte, harte Bauchdecke);
Schlaflosigkeit, Depression, Verwirrtheit, Müdigkeit, Schläfrigkeit, reversible Seh- und Hörstörungen;
Blutbildveränderungen;
Überempfindlichkeitsreaktionen wie Fieber, starke Atembeschwerden, eventuell mit Blutdnuckabfall;
Leberfunktionsstörungen, Nierenschäden;
vereinzelt auch schwere Haut- und Schleimhautverändenungen und Haarausfall;
vereinzelt traten bei Anwendung von Ibuprofen Zeichen einer Gehirnhautentzündung mit den Symptomen wie starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteife und/oder Bewußtseinstrübung auf.
Bestimmte Laborwerte können unter einer Therapie mit IBUFEM verändert sein.
Melden Sie bitte jede unerwünschte, nicht in der Gebrauchsinformation angeführte Nebenwirkung Ihrem Arzt oder Apotheker.

Verfallsdatum und Lagerung:
Verfallsdatum beachten. Nach Überschreiten des Verfallsdatums nicht mehr verwenden.

Stand: August 2000

Bei UnkIarheiten fachliche Beratung einholen.


Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.