Laxbene FilmtablettenLaxbene Filmtabletten

Hersteller: Ratiopharm

Anwendungsgebiet: Präparate für den Verdauungstrakt

- akute Verstopfungserscheinungen
- Darmträgheit infolge längerer Bettruhe, Änderung der Ernährungsweise und Milieuwechsel, vor allem bei gleichzeitig bestehenden Blähungen;
- Darmentleerung vor Untersuchungen (röntgenologische und endoskopische Verfahren) sowie vor oder nach Operationen;
- Erleichterung der Darmentleerung, wenn vorübergehend die Beteiligung der Bauchpresse vermieden werden soll (z. B. nach Herzinfarkt, bei Gefahr der Auslösung eines Schlaganfalls);
- Passageerleichterung des Stuhls bei schmerzhaften Erkrankungen im Bereich des Afters (Hämorrhoiden);
- Vorbereitung in der Geburtshilfe.

Gebrauchsinformation

Laxbene-Filmtabletten ratiopharm

Z.Nr.: 15.896

Zulassungsinhaber: ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH, A-1140 Wien

Hersteller: Merckle GmbH; Blaubeuren, Deutschland

Zusammensetzung:
1 Filmtablette enthält:
Bisacodyl 5 mg
Dimethylpolysiloxan10 mg

Eigenschaften und Wirksamkeit:
Laxbene-Filmtabletten sind ein schonendes und zuverlässig wirkendes Abführmittel zur Behandlung akuter Verstopfungserscheinungen. Gleichzeitig werden bestehende schmerzhafte Blähungen beseitigt.
Die mit einem gegen Magensaft widerstandsfähigen Überzug versehenen Filmtabletten lassen die Bestandteile Bisacodyl und Dimethylpolysiloxan erst im Darmbereich zur Wirkung kommen.
Der Wirkstoff Bisacodyl verminden die Aufnahme bzw. steigert die Abgabe von Wasser und Mineralstoffen in den Darm. Dies führt zu einer Aufweichung und Quellung des Darminhaltes und damit zu einer Anregung der natürlichen Darmbewegung. Dadurch ergibt sich eine milde aber zuverlässig abführende Wirkung. Bisacodyl ist gut verträglich und wirkt bei Einnahme in Tablettenform im allgemeinen nach ungefähr 6-8 Stunden.
Der Wirkstoff wird nur zu einem geringen Anteil (bis zu 5 %) über den Darm aufgenommen. Diese geringfügige Menge gelangt vor allem über die Leber in die Galle, ein Teil wird über die Nieren ausgeschieden.
Dimethylpolysiloxan (Siloxan) dient als sog. Entschäumer zur Beseitigung unphysiologischer Gasansammlungen im Darm. Dies bewirkt eine rasche Beseitigung des Druck- und Völlegefühls. Durch die Bildung eines Silikonfilmes an der Magen-Darmwand wird die Schleimhaut zusätzlich geschützt.
Da Dimethylpolysiloxan physiologisch inaktiv ist, kann es als pharmakologisch unbedenkliche Substanz betrachtet werden. Die Kombination von Bisacodyl und Dimethylpolysiloxan gewährleistet eine sichere abführende Wirkung innerhalb von 8-10 Stunden bei abendlicher Einnahme und innerhalb von 4-6 Stunden bei morgendlicher Einnahme auf nüchternen Magen.

Anwendungsgebiete:
- akute Verstopfungserscheinungen
- Darmträgheit infolge längerer Bettruhe, Änderung der Ernährungsweise und Milieuwechsel, vor allem bei gleichzeitig bestehenden Blähungen;
- Darmentleerung vor Untersuchungen (röntgenologische und endoskopische Verfahren) sowie vor oder nach Operationen;
- Erleichterung der Darmentleerung, wenn vorübergehend die Beteiligung der Bauchpresse vermieden werden soll (z. B. nach Herzinfarkt, bei Gefahr der Auslösung eines Schlaganfalls);
- Passageerleichterung des Stuhls bei schmerzhaften Erkrankungen im Bereich des Afters (Hämorrhoiden);
- Vorbereitung in der Geburtshilfe.

Art der Anwendung:
Filmtabletten mit etwas Flüssigkeit - vorzugsweise abends - unzerkaut einnehmen.
Zwischen der Einnahme von Laxbene-Filmtabletten und von Mitteln zur Neutralisation der Magensalzsäure (Antazida) sowie dem Konsum von Milch und Milchprodukten sollte ein möglichst großer Zeitabstand liegen (nüchtern mindestens 2 Stunden nach Nahrungsaufnahme längerer Zeitabstand).
Während der Behandlung mit Laxbene-Filmtabletten sollten insbesondere kreislauflabile Personen ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Dosierung:
Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten
Erwachsene: 1-3 Filmtabletten
Zur Anwendung vor Röntgenaufnahmen des Magen-Darmtraktes empfiehlt es sich, am Abend 2-4 Laxbene-Filmtabletten einzunehmen und in besonders hartnäckigen Fällen am Morgen der Untersuchung 1 Laxbene-Zäpfchen einzuführen.
Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Behandlung nicht eintritt, ist ehestens eine ärztliche Beratung erforderlich.
Über die Anwendung entscheidet der Arzt.

Gegenanzeigen:
- Überempfindlichkeit gegen Bisacodyl;
- akute entzündliche Erkrankungen des Magen-Darmtraktes (Appendizitis, Divertikulitis);
- Darmverschluß, Darmdurchbruch (Perforation);
- Kaliummangel;
Generell ist bei kreislauflabilen Personen an den Wasserverlust und die damit verbundene Gefahr eines Kreislaufzusammenbruchs (Kollaps) zu denken.

ANWENDUNG WÄHREND DER SCHWANGERSCHAFT UND STILLPERIODE:
Da in zahlreichen Untersuchungen bei Einhaltung der vorgeschriebenen Dosierung kein Hinweis auf eine fruchtschädigende Wirkung beobachtet wurde, können Laxbene-Filmtabletten in der Schwangerschaft und zur Vorbereitung bei der Geburt eingesetzt werden.
Während der Stillperiode sind bei Anwendung von Laxbene-Filmtabletten beim Säugling keine unerwünschten Wirkungen aufgetreten.
Über die Anwendung entscheidet der Arzt.

Nebenwirkungen:
Einmalig oder kurzfristig nach Vorschrift angewendet, können Laxbene-Filmtabletten Begleiteffekte, wie leichte Bauchkrämpfe, Blähungen mit Abgang von Darmgasen und bei hoher Dosierung Durchfall versursachen; diese Nebenerscheinungen sind Ausdruck der Wirkung und treten nur vorübergehend auf.
Bei langfristiger Anwendung hoher Dosen können Laxbene-Filmtabletten zu folgenden Nebenwirkungen führen:
- schwerer Flüssigkeitsverlust mit der Gefahr des Kreislaufzusammenbruchs und von Gerinnselbildung im Blutkreislauf;
- Störungen des Wasser- und Mineralstoffhaushaltes, wie Verminderung von Kalium, Natrium, Kalzium und Magnesium im Blut:
Der Kaliumverlust bewirkt eine Funktionsbeeinträchtigung der glatten Darmmuskulatur und damit eine Verstärkung der Darmträgheit. Schwerer Kaliummangel kann Nierenfunktionsstörungen, Störungen der Herztätigkeit, Muskelschwäche mit Lähmungserscheinungen sowie psychische Veränderungen verursachen.
Fortdauernde Natriumverluste werden vom Körper durch vermehrte Natriumzurückhaltung und dadurch bedingten Bluthochdruck (sekundärer Hyperaldosteronismus) ausgeglichen; der Kaliumverlust wird zusätzlich gefördert.
Chronischer Gebrauch von Abführmitteln kann auch zu Kalziumverlust bis hin zur Knochenbrüchigkeit (Osteoporose) sowie zu Magnesiummangel führen.
- Reizzustände im Bereich des Afters, Entzündung des Enddarms (Proktitis);
Langjähriger Abführmittelmißbrauch kann mit Darmwandschädigungen verbunden sein; in extremen Fällen kann die Eiweißkonzentration im Blut erniedrigt sein.
Charakteristische, röntgenologisch nachweisbare Darmveränderungen (sog. Abführmittelkolon) mit zum Teil schwer beeinflußbaren Darmlähmungen wurden beschrieben.

Wechselwirkungen:
Bei gleichzeitiger Einnahme von Laxbene-Filmtabletten und
- Medikamenten, die den Kaliumbestand des Körpers vermindern (wie Carbenoxolon, Cortikosteroide und Thiazid-Diuretika) können die Kaliumverluste verstärkt werden.
- Arzneistoffen, welche die Darmentleerung verzögern (wie Opiate, aluminiumhaltige Antazida, Anticholinergika, Psychopharmaka und Cholestyramin) kann die Wirkung von Bisacodyl abgeschwächt werden:
- herzwirksamen Medikamenten (Herzglykoside) kann infolge des Abführmittel-bedingten Kaliummangels die Empfindlichkeit des Herzens gegenüber diesen Substanzen erhöht werden.
- Mitteln zur Neutralisation der Magensalzsäure (Antazida) sowie Konsum von Milch und Milchprodukten kann die vorzeitige Freisetzung von Bisacodyl im Magen bewirken.
Generell ist zu beachten, daß Abführmittel die Verweildauer und damit die Aufnahme anderer Arzneimittel über den Darm vermindern können.
Informieren Sie daher Ihren Arzt über sämtliche Medikamente, die Sie einnehmen.

Gewöhnungseffekte:
Bei langer Anwendung hoher Dosen kann die durch den Kaliummangel bedingte Funktionsbeeinträchtigung der glatten Darmmuskulatur die Darmträgheit verstärken und zu weiterem Abführmittelmißbrauch führen.
Die Anwendung muß deshalb auf Einzelgaben beschränkt bleiben.

Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung:
Bei Patienten mit Verdacht auf Blinddarmentzündung oder Darmverschluß sowie bei Patienten mit ungeklärten Schmerzen im Bauchraum sollte die Anwendung von Laxbene-Filmtabletten vermieden werden.
Bei wiederholt mißbräuchlicher Anwendung von Bisacodyl und gleichzeitiger Einnahme von herzwirksamen Medikamenten (Herzglykoside), kann die Erhöhung der Empfindlichkeit des Herzens gegenüber diesen Substanzen eine entsprechende Behandlung erforderlich machen. Laxbene-Filmtabletten können die Verweildauer und damit die Aufnahme anderer Arzneimittel über den Darm vermindern. Bei gleichzeitiger Einnahme von Verhütungsmitteln ("Pille") kann dadurch deren Wirkung in Frage gestellt sein.
Wegen der Möglichkeit der Magenschleimhautreizung als Folge der vorzeitigen Freisetzung von Bisacodyl sollte zwischen der Einnahme von Laxbene-Filmtabletten und von Mitteln zur Neutralisation der Magensalzsäure (Antazida) sowie dem Konsum von Milch und Milchprodukten ein möglichst großes Zeitintervall liegen (nüchtem mindestens 2 Stunden, nach Nahrungsaufnahme längerer Zeitabstand); das Kauen oder Zerbrechen der Filmtabletten ist ebenfalls zu vermeiden.
Informieren Sie daher den behandelnden Arzt über sämtliche Medikamente, die Sie einnehmen.
Während der Anwendung von Laxbene-Filmtabletten sollten insbesondere kreislauflabile Personen ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.
Bei Vorliegen einer Schwangerschaft ist der Arzt zu verständigen.
Erste Anzeichen von Nebenwirkungen sind dem Arzt zu melden.
Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg nicht eintritt, ist ehestens eine ärztliche Beratung erforderlich.

Verfalldatum beachten
Für  Kinder unerreichbar aufbewahren!

Packungsgrößen:
40, 100 Stück

Lagerungshinweise:
Nicht über 25°C lagern
Vor Feuchtigkeit schützen
Bei UnkIarheiten fachliche Beratung einholen.


Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.