Mexalen Sirup
Hersteller:
Ratiopharm
Anwendungsgebiet:
Schmerzmittel inkl. Muskel- und Gelenksschmerzmittel
Schmerz- und Fieberzustände wie z.B. Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Muskelschmerzen, rheumatische Schmerzen, Menstruationsbeschwerden. Fieber und Schmerzen bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.
Liebe Patientin, lieber Patient!
Dieses Medikament soll Ihnen helfen, schneller beschwerdefrei zu werden. Bitte halten Sie sich genau an die Gebrauchsinformation, damit das Präparat seine ganze Wirksamkeit entfalten kann.
Die Informationen auf dem Beipackzettel sind bewußt ausführlich und deutlich formuliert und dienen damit Ihrer Sicherheit. Wenn Sie im Zusammenhang mit der Anwendung Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Gebrauchsinformation
Mexalen 200 g/5 ml-Sirup
Z.Nr.: 1-18100
Zulassungsinhaber: ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH,
A-1140 Wien
Hersteller: Merckle GmbH; Blaubeuren, Deutschland
Zusammensetzung:
Was ist in Mexalen 200 mg/5 ml-Sirup enthalten?
5 ml Sirup (1 Meßlöffel) enthalten:
Paracetamol 200 mg
Saccharin-Natrium 10 mg
Propylenglykol 750 mg
Eigenschaften und Wirksamkeit:
Was ist Mexalen 200 mg/5 g-Sirup?
Paracetamol wirk schmerzstillend, fiebersenkend, schwach entzündungshemmend und besitz eine gute Magenverträglichkeit. Die Wirkung setzt 15-30 Minuten nach Einnahme ein und hält 2-3 Stunden lang an.
Anwendungsgebiete:
Wann wird Mexalen 200 mg/5 ml-Sirup verwendet ?
Schmerz- und Fieberzustände wie z.B. Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Muskelschmerzen, rheumatische Schmerzen, Menstruationsbeschwerden. Fieber und Schmerzen bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.
Art der Anwendung:
Wie verwenden Sie Mexalen 200 mg/5 ml-Sirup?
Zum Öffnen Verschluß nach unten drücken, und gleichzeitig in Pfeilrichtung drehen.Nach Gebrauch muß der Verschluß wieder fest zugedreht werden, damit die Kindersicherung erneut gewährleistet ist.
Den Sirup unabhängig von Mahlzeiten unverdünnt und entsprechend der Dosierungsanleitung meßlöffelweise einnehmen.
Dosierung:
Wie dosieren Sie Mexalen 200 mg/5 ml-Sirup?
Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten.
Im allgemeinen gelten folgende Dosierungsrichtlinien:
Kleinkinder (2-5 Jahre) 1-4 x täglich 1 Meßlöffel
Schulkinder (6-12 Jahre) 2-3 x täglich 1-1/2 -2 Meßlöffel
Jugendliche und Erwachsene 3-4 x täglich 2-2 1/12 Meßlöffel
Der Abstand zwischen den einzelnen Einnahmen sollte etwa 4 Stunden betragen. Nicht mehr als 2 1/2 Meßlöffel auf einmal bzw. 10 Meßlöffel pro Tag. Nach Beschwerdefreiheit ist die Einnahme des Sirups zu beenden.
Gegenanzeige:
Wann darf Mexalen 200 mg/5 ml-Sirup nicht angewendet werden?
Das Präparat darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegen eine der Bestandteile und ausgeprägten Leber- und Nierenfunktionsstörungen; erblich bedingetem Mangel an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase (sehr seltene Stoffwechselerkrankung); übermäßigem bis chronischem Alkoholgenuß.
Darf Mexalen 200 mg/5 ml-Sirup während der Schwangerschaft und Stillperiode eingenommen werden?
Obwohl bisher keine Hinweise auf Mißbildung bzw. Schädigung des Kindes vorliegen, sollte das Präparat während der Schwangerschaft und Stillperiode nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.
Nebenwirkungen:
Welche unerwünschten Wirkungen, die jedoch nicht bei jedem Patienten auftreten müssen, kann Mexalen 200 mg/5 ml- Sirup verursachen?
Selten: Allergische Hautreaktionen (Rötung, Ausschlag), unter Umständen begleitet von Temperaturanstieg und Schleimhautveränderungen. Schleimhautreizungen können auch durch Propylenglykol verursacht werden.
Sehr selten: Allergische Reaktionen in Form von Blutbildveränderungen (erkennbar am Auftreten von ungewöhnlich starker Müdigkeit, Blässe).
Extrem selten: Vermehrung von Methämoglobin im Blut, Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen.
In Einzelfällen sind für den Wirkstoff Paracetamol Überempfindlichkeitsreaktionen (Schwellungen im Gesicht, Atemnot, Schweißausbruch, Übelkeit, Blutdruckabfall bis hin zum Schock) beschrieben worden.
Bei den ersten Anzeichen für eine Überempfindlichkeitsreaktion ist das Präparat abzusetzen und sofort Kontakt mit einem Arzt aufzunehmen.
Nach Einnahme hoher Dosen Paracetamol oder längerer bzw. chronischer Einnahme, die die Entgiftungsfähigkeit der Leber übersteigen, kann es zu Leber- und Nierenschäden mit Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Brechreiz, Erbrechen und Bauchschmerzen sowie Blutzuckerschwankungen und Gelbfärbung der Haut kommen. Bei schweren Fällen zu Bewußtseinsstörungen durch Leberversagen.
Vereinzelt wurde bei besonders empfindlichen Patienten speziell infolge langfristiger und hochdosierter Einnahme von Propylenglykol über vorübergehende starke Benommenheit bzw. Bewußtlosigkeit berichtet.
Wechselwirkungen:
Darf Mexalen 200 mg/5 ml-Sirup gleichzeitig mit anderen Medikamenten angewendet werden?
Paracetamol sollte nicht gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln eingenommen werden:
- Beruhigungs- bzw. Schlafmittel (Barbiturate); Arzneimittel gegen Epilepsie,
- Chloramphenicol, Rifampicin
Gleichzeitige Gabe von
- gerinnungshemmenden Arzneimitteln kann bei chronischer Einnahme hoher Dosen Paracetamol zu einer Verstärkung der gerinnungshemmenden Wirkung führen
- Salizylamid und Paracetamol kann zu vermehrter Anhäufung Leberschädigender Abbauprodukte führen.
- Insulin mit hohen Dosen Paracetamol kann die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin vermindern.
- Metoclopramid beschleunigt die Aufnahme von Paracetamol in das Blut.
Gleichzeitiger Alkoholkonsum erhöht die Gefahr einer Leberschädigung und sollte daher vermieden werden.
Gewöhnungseffekte:
Bisher keine bekannt.
Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung:
Was ist ferner zu beachten?
Ohne ärztliche Anordnung nicht länger als zehn Tage hintereinander anwenden. Bei längerem Gebrauch oder überhöhter Dosierung (mehr als 2,0 g pro Tag) sind Leber- und Nierenschädigungen nicht auszuschließen.
Paracetamol darf Kindern unter 3 Jahren nur über ärztliche Anordnung gegeben werden. Das Arzneimittel soll nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden.
Um den Behandlungserfolg nicht zu beeinträchtigen, sollten bei fiebernden Patienten, besonders bei Kindern, keine warme Bekleidung bzw. Bettzeug verwendet werden, weil diese einen Wärmestau verursachen. Auf reichliche Flüssigkeitszufuhr ist zu achten. Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt ist ehestens eine ärztliche Beratung erforderlich.
Im Falle einer Schwangerschaft und bei Auftreten von Nebenwirkungen ist vor der weiteren Paracetamoleinnahme der Arzt zu befragen. Bei starken Schmerzen im Bauchraum sollten schmerzstillende Mittel möglichst nicht vor der Untersuchung durch den Arzt genommen werden, da sie die Erkennung wichtiger Krankheitszeichen verschleiern können.
Gegebenenfalls ist dem Arzt davon Mitteilung zu machen.
Bei Überdosierung (Vergiftung) ist eine sofortige ärztliche Behandlung erforderlich: Antidot N-Acetyl-Cystein innerhalb der ersten 10 Stunden, z.B. Mucomyst-Lösung (oral: Initialdosen 140 mg/kg Körpergewicht, nach 8 Stunden Erhaltungsdosen 70 mg/kg Körpergewicht alle 4 Stunden).
Verfalldatum beachten!
Für Kinder unerreichbar aufbewahren!
Packungsgrößen:
100 ml
Lagerungshinweise:
Haltbarkeit des Sirups nach Anbruch: 6 Monate
Bei UnkIarheiten fachliche Beratung einholen.
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren
Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.
|