Otrivin Nasentropfen
Hersteller: Novartis Consum. H.
Anwendungsgebiet:
Husten- und Erkältungsmittel. Sonstige Mittel gegen Atemwegserkrankungen
Schnupfen verschiedener Art.
Wenn die Nasennebenhöhlen mitbetroffen sind, zur Erleichterung des Sekretabflusses. Bei Mittelohrentzündung zur Unterstützung der Schleimhautabschwellung im Nasen-Rachen-Raum.
Gebrauchsinformation
Otrivin 0,05% Nasentropfen
Wirkstoff: Xylometazolinhydrochlorid
Z.Nr. 11546
Zulassungsinhaber und Hersteller
Novartis Consumer Health - Gebro GmbH, Fieberbrunn
Zusammensetzung
1 ml Lösung enthält:
Xylometazolinhydrochlorid 0,5 mg
Benzalkoniumchlorid 0,1 mg
Eigenschaften und Wirksamkeit
Otrivin, für die Anwendung in der Nase bestimmt, verengt dort die Blutgefäße und bewirkt dadurch eine Abschwellung der Schleimhaut in der Nase und im angrenzenden Bereich des Rachenraumes. Das ermöglicht bei Schnupfen wieder ein freieres Atmen durch die Nase. Die Wirkung setzt innerhalb weniger Minuten ein und hält mehrere Stunden an.
Otrivin ist auch bei empfindlicher Schleimhaut gut verträglich und beeinträchtigt die Funktion des Flimmerepithels nicht. Otrivin eignet sich auch speziell zur Erleichterung der Nasenatmung während der Nacht.
Anwendungsgebiete
Schnupfen verschiedener Art.
Wenn die Nasennebenhöhlen mitbetroffen sind, zur Erleichterung des Sekretabflusses. Bei Mittelohrentzündung zur Unterstützung der Schleimhautabschwellung im Nasen-Rachen-Raum.
Art der Anwendung und Dosierung
Zum Eintropfen in die Nase.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet: Erwachsene und Kinder über 7 Jahre einmal oder mehrmals täglich 2-4 Tropfen in jedes Nasenloch einbringen. Säuglinge und Kleinkinder bis zu 7 Jahre: Vor der Behandlung von Kindern unter 7 Jahre ist der Arzt zu befragen. Üblicherweise genügen 1-2mal täglich 1-2 Tropfen der Lösung zu 0,05% in jedes Nasenloch, wobei 3 Anwendungen pro Tag nicht überschritten werden dürfen.
Dauer der Behandlung:
Nach einer Woche muß eine mehrtägige Behandlungspause eingelegt werden.
Gegenanzeigen
Otrivin darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Arzneimittels sowie bei grünem Star (Engwinkelglaukom).
Nach Operationen im Nasen- und Ohrenbereich (Entfernung der Hypophyse oder chirurgische Eingriffe, bei denen die Hirnhaut freigelegt wurde) darf Otrivin, wie andere schleimhautabschwellende Mittel, nicht angewendet werden.
Bei Bluthochdruck, Überfunktion der Schilddrüse und Erkrankungen der Herzkranzgefäße (Angina pectoris) sowie bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter stimmungshebender Medikamente ist Vorsicht geboten. Wie bei allen Arzneimitteln ist Vorsicht geboten bei Kindern und älteren Patienten.
Schwangerschaft und Stillperiode:
Wegen seiner gefäßverengenden Eigenschaften sollte Otrivin während der Schwangerschaft und Stillperiode vorsorglich nicht angewendet werden.
Nebenwirkungen
Folgende Nebenwirkungen sind vereinzelt aufgetreten:
Brennen in der Nase und im Hals, lokale Reizung, Übelkeit, Kopfschmerzen, trockene Nasenschleimhaut. In Einzelfällen können systemische Allergien auftreten. Ganz vereinzelt kann es auch vor allem bei Überdosierung zu unregelmäßiger und/oder beschleunigter Herzschlagfolge, Blutdruckerhöhung, Nervosität, Schlafstörungen sowie zu vorübergehenden und leichten Sehstörungen kommen.
Wechselwirkungen
Gleichzeitig eingenommene Medikamente, die den Leistungsnerv reizen (also z.B. den Herzschlag beschleunigen, den Blutdruck erhöhen), können in ihrer Wirkung verstärkt, solche mit gegenteiligem Effekt abgeschwächt werden. Die Wirkung von Otrivin auf den Gesamtorganismus kann durch bestimmte stimmungsaufhellende Mittel (MAO-Hemmer, tri- bzw. tetrazyklische Antidepressiva), insbesondere bei Überdosierung, verstärkt werden.
Teilen Sie daher Ihrem Arzt mit, welche Arzneimittel Sie neben der Anwendung von Otrivin zugleich einnehmen.
Gewöhnungseffekte
Eine zu lange oder zu häufige Anwendung könnte zu Gewöhnung führen.
Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung
Bei ersten Anzeichen von Nebenwirkungen sowie bei Eintritt einer Schwangerschaft sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens eine ärztliche Beratung erforderlich.
Falls Sie auf Medikamente, die auf die nervöse Steuerung der inneren Organe anregend wirken, mit Anzeichen von Schlaflosigkeit, Schwindel usw. reagieren, sollten Sie Otrivin, wie alle Präparate der gleichen Wirksubstanzklasse, nur mit Vorsicht anwenden.
Bei lange dauerndem Schnupfen ist eine langfristige ununterbrochene Anwendung zu vermeiden. Eine zu häufige oder zu lange Anwendung kann das Risiko einer Austrocknung der Nasenschleimhaut erhöhen. Bei Kindern bis 14 Jahre ist die Anwendung durch Eltern bzw. Erwachsene zu überwachen.
Bei Schnupfen mit Krustenbildung ist Otrivin-Nasengel vorzuziehen.
Nach erstmaligem Öffnen der Packung nur 1 Monat lang verwenden.
Überdosierung:
Bei versehentlicher Vergiftung kann es insbesondere im Kindesalter zu einer Beschleunigung und Unregelmäßigkeit des Pulses, zu Blutdruckanstieg und eventuell zu Bewusstseinstrübung kommen. Bei derartigen Anzeichen ziehen Sie sofort einen Arzt zu Rate.
Verfalldatum beachten.
Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Packungsgrößen
10 ml
Bei UnkIarheiten fachliche Beratung einholen.
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren
Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.
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