Thomapyrin Tabletten
Hersteller:
Boehringer I.A
Anwendungsgebiet:
Schmerzmittel inkl. Muskel- und Gelenksschmerzmittel
Schmerzzustände wie z.B. Kopfschmerzen (auch infolge von Föhn und Wetterwechsel), Migräne, Menstruationsbeschwerden, Nervenschmerzen, rheumatische Beschwerden, Zahnschmerzen.
Fieber- und Schmerzzustände bei Erkältungskrankheiten und Grippe.
Gebrauchsinformation
Thomapyrin® - Tabletten
Z.Nr. 1-17100
Zusammensetzung
1 Tablette enthält:
Acetylsalicylsäure 250 mg
Paracetamol 200 mg
Coffein, wasserfrei 50 mg
Weitere Bestandteile:
Maisstärke, Milchzucker, Stearinsäure.
Arzneiform
Tabletten mit Bruchrille
Packungsgrößen
30 und 60 Stück
Wie wirken Thomapyrin®-Tabletten ?
Thomapyrin® hat eine rasch einsetzende, schmerzstillende, fiebersenkende, entzündungshemmende und antirheumatische Wirkung und ist im allgemeinen gut verträglich. Durch Thomapyrin® wird eine rasche und zuverlässige Schmerzstillung und Fiebersenkung gewährleistet.
Zulassungsinhaber
Boehringer Ingelheim Austria GmbH, Wien
Hersteller
Boehringer Ingelheim Pharma KG
Ingelheim am Rhein
Deutschland
Bei welchen Beschwerden wenden Sie Thomapyrin®-Tabletten an ?
Schmerzzustände wie z.B. Kopfschmerzen (auch infolge von Föhn und Wetterwechsel), Migräne, Menstruationsbeschwerden, Nervenschmerzen, rheumatische Beschwerden, Zahnschmerzen.
Fieber- und Schmerzzustände bei Erkältungskrankheiten und Grippe.
Wann dürfen Sie Thomapyrin®-Tabletten nicht anwenden ?
Das Präparat darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Präparates, krankhaft erhöhter Blutungsneigung, Magen- oder Darmgeschwüren, ausgeprägten Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Mangel an Glucose-6-phosphatdehydrogenase (erbliche sehr seltene Stoffwechselerkrankung), übermäßigem bis chronischem Alkoholgenuß, im ersten Lebensjahr, in den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten.
Wegen des Risikos der Entwicklung eines Reye-Syndroms darf Thomapyrin® Kindern oder Jugendlichen mit Windpocken oder Grippe (Influenza) nicht gegeben werden.
Schwangerschaft und Stillperiode
In den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft darf Thomapyrin® nicht eingenommen werden.
Während der ersten 6 Schwangerschaftsmonate und während der Stillperiode sollte Thomapyrin® nur auf Anordnung des Arztes eingenommen werden.
Was müssen Sie außerdem beachten, wenn Sie Thomapyrin®-Tabletten anwenden ?
Beachten Sie bitte die Angaben in der Gebrauchsinformation -- Ihr Behandlungserfolg hängt wesentlich davon ab!
Bei Kindern und Jugendlichen wurden Einzelfälle von lebensbedrohlichen Komplikationen (Reye-Syndrom) im Zusammenhang mit Virusinfektionen (z.B. Windpocken, Influenza) berichtet. Erste Anzeichen dafür sind langandauerndes Erbrechen, Benommenheit, Bewußtlosigkeit und Krämpfe, die eine sofortige Intensivbehandlung erfordern. Thomapyrin® sollte daher bei fiebrigen Erkrankungen von Kindern oder Jugendlichen nicht ohne ärztlichen Rat angewendet werden.
Patienten, die an Asthma, Überempfindlichkeit gegen andere schmerz- oder entzündungshemmende Mittel (Gefahr der Auslösung eines Asthmaanfalles, allergischer Schnupfen, schwere Hautreaktionen), Auftreten von Oxalsäure im Harn, Erkrankungen mit erhöhter Blutungsneigung, Leber- und Nierenschädigungen leichteren Grades, Nasenpolypen, chronischen oder wiederkehrenden Magen-Darm-Beschwerden oder Gilbert-Syndrom leiden, sollten Thomapyrin®-Tabletten nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt einnehmen.
Bei Dauergebrauch sind Nierenschädigungen nicht völlig auszuschließen. Der Arzt wird daher in diesem Fall eine Überprüfung der Nierenfunktion veranlassen.
Bei bekannter Milchzuckerunverträglichkeit ist vor der Einnahme der Arzt zu befragen (eine Tablette enthält 16 mg Milchzucker).
Ohne ärztliche Anordnung nicht länger als zehn Tage hintereinander anwenden. Bei längerem Gebrauch oder überhöhter Dosierung (mehr als 2 g Paracetamol pro Tag) sind Leber- und Nierenschädigungen nicht auszuschließen.
Darf Kindern unter drei Jahren nur über ärztliche Verschreibung gegeben werden.
Thomapyrin® sollte bei Fieber nicht länger als drei Tage ohne ärztlichen Rat eingenommen werden.
Vor einer geplanten Operation informieren Sie Ihren Arzt über die Einnahme von Thomapyrin®.
Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens eine ärztliche Beratung erforderlich.
Gleichzeitiger Alkoholgenuß sollte vermieden werden!
Bei starken Schmerzen im Bauchraum sollten schmerzstillende Mittel möglichst nicht vor der Untersuchung durch den Arzt genommen werden, da sie für die Erkennung wichtige Krankheitszeichen verschleiern können.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder während der Behandlung schwanger werden.
Im Falle einer Schwangerschaft und während der Stillperiode sollten Sie vor der Einnahme von Thomapyrin® Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.
Bewahren Sie Ihre Arzneimittel immer außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern auf.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie gleichzeitig andere Medikamente einnehmen ?
Thomapyrin®-Tabletten können die Wirkung verschiedener anderer Arzneimittel verstärken oder abschwächen. Falls Sie gleichzeitig mit Thomapyrin® eines der in der Folge genannten Arzneimittel einnehmen, informieren Sie bitte Ihren Arzt.
Verstärkt wird: die Wirkung von gerinnungshemmenden, Thrombozyten-aggregationshemmenden Arzneimitteln (Cumarinderivate, Heparin, Dipyridamol, Sulfinpyrazon), das Risiko einer Magen- Darmblutung bei gleichzeitiger Behandlung mit Glucocorticoiden, die Nebenwirkung anderer Rheumamittel, die Wirkung von blutzuckersenkenden Arzneimitteln (Sulfonylharnstoffe), die Wirkung und Nebenwirkung von Methotrexat und die unerwünschte herzschlagfrequenzerhöhende Wirkung von Sympathomimetika und Thyroxin.
Vermindert werden: die Wirkungen von Spironolacton, Furosemid, Probenecid und Sulfinpyrazon, die Ausscheidungsgeschwindigkeit von Chloramphenicol sowie die beruhigende Wirkung von Schlaf- und Beruhigungsmitteln (Barbiturate, Tranquilizer, Antihistaminika).
Metoclopramid erhöht, Propanthelin reduziert die Aufnahme von Paracetamol.
Durch die gleichzeitige Einnahme von Schlafmitteln und Beruhigungsmitteln (Barbiturate), Mitteln gegen Epilepsie, Salicylamid und Rifampicin mit Thomapyrin® werden verstärkt leberschädigende Abbauprodukte gebildet.
Gleichzeitiger Alkoholkonsum erhöht die Gefahr einer Leberschädigung und verschlechtert die Magenverträglichkeit von Thomapyrin®.
Gleichzeitige Gabe von Paracetamol und AZT (Zidovudine) erhöht die Tendenz zur Blutbildveränderung und sollte nur auf ärztlichen Rat erfolgen.
Empfängnisverhütungsmittel, Cimetidin und Disulfiram vermindern, Barbiturate und Rauchen steigern den Coffein-Stoffwechsel in der Leber.
Coffein beschleunigt die Aufnahme von Ergotamin.
Coffein verzögert die Ausscheidung von Theophyllin.
Bestimmte Antibiotika (Chinolone) können die Ausscheidung von Coffein verzögern.
Wie und wie oft sollen Sie Thomapyrin-Tabletten einnehmen ?
Die Tabletten werden mit reichlich Flüssigkeit eingenommen oder die Tabletten in Flüssigkeit zerfallen lassen und reichlich Flüssigkeit nachtrinken.
Falls nicht anders verordnet, Dosierung genau einhalten.
Erwachsene und Kinder über 12 Jahre: 1 - 1½ Tabletten bis höchstens 3 x täglich
Kinder von 9 - 12 Jahren: ½ - 1 Tablette bis höchstens 3 x täglich
Kinder von 6 - 9 Jahren: ½ Tablette bis höchstens 3 x täglich
Bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion ist der Arzt zu befragen.
Welche Nebenwirkungen können auftreten ?
Arzneimittel können neben den erwünschten Wirkungen auch unerwünschte Wirkungen (= Nebenwirkungen) haben. Beachten Sie aber bitte, daß die folgende Zusammenstellung auch Nebenwirkungen anführt, die nur äußerst selten auftreten.
Bei Einhaltung der empfohlenen Dosierung sind Nebenwirkungen meist selten.
Beobachtet wurden:
Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen , Entzündungen und Geschwüre der Magen- Darmschleimhaut, die Blutungen und in Ausnahmefällen eine Blutarmut wegen Eisenmangels bewirken können, Verlängerung der Blutungszeit.
Selten kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautveränderungen (Rötung, Ausschlag), unter Umständen mit Temperaturanstieg, Schleimhautschädigungen, Exanthemen. Durch Coffein können Kopfdruck und Schlafstörungen ausgelöst werden.
Sehr selten kann es zu Veränderungen des Blutbildes (Leuko-, Thrombo-, Panzytopenie; erste Anzeichen: starke Müdigkeit, Blässe, Halsschmerzen) und zur Auslösung von Asthmaanfällen oder Verkrampfung der Bronchien kommen.
Extrem selten: Agranulozytose (Blutbildveränderung), Methämoglobinämie (Vermehrung von Methämoglobin im Blut), Heuschnupfen und Nasenschleimhautschwellungen.
In Einzelfällen sind für den Wirkstoff Paracetamol Überempfindlichkeitsreaktionen (Schwellungen im Gesicht, Atemnot, Schweißausbruch, Übelkeit, Blutdruckabfall bis hin zum Schock) beschrieben worden. Bei den ersten Anzeichen für eine Überempfindlichkeitsreaktion ist das Präparat abzusetzen und sofort Kontakt mit einem Arzt aufzunehmen.
Bei längerdauernder Einnahme höherer Dosen sind Leber- und Nierenfunktionsstörungen nicht auszuschließen.
Bei Einnahme hoher Dosen kann es zu Schwindel, Ohrensausen oder Magen-Darmgeschwüren mit schweren Blutungen kommen, die mit dem Auftreten von schwarzem oder blutigem Stuhl verbunden sein können.
Sollten derartige oder hier nicht aufgeführte Nebenwirkungen auftreten, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Zeichen einer Vergiftung sind insbesonders: Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit, Oberbauchschmerzen, eventuell Gelbfärbung der Haut, Blutzuckerschwankungen, Seh- und Hörstörungen, Ohrensausen, Schwindel, Übererregung, beschleunigte Atmung, Störungen der Herzschlagfolge, Fieber, Bewußtseinsstörungen, Krämpfe, Atemnot und Bewußtlosigkeit.
Bei Anzeichen einer Überdosierung oder Vergiftung ist der Arzt unverzüglich zu informieren.
Hinweis für den Arzt:
Die Behandlung sollte symptomatisch erfolgen.
Antidot bei Paracetamolintoxikation: N-Acetyl-Cystein;
p.o.: initial 150 mg/kg, dann 4-stündlich 70 mg/kg bis zu 68 Stunden;
i.v.: initial 150 mg/kg in 200 ml 5%iger Glukose über 15 Minuten, danach 50 mg/kg in 500 ml 5%iger Glukose über 4 Stunden, anschließend 100 mg/kg in 1000 ml 5%iger Glukose über 16 Stunden (insgesamt 300 mg/kg in 20 Stunden). Bei gleichzeitiger oraler Gabe von Aktivkohle (Mischintoxikationen) sollte N-Acetyl-Cystein parenteral verabreicht werden. Ist dies nicht möglich, empfiehlt es sich, die orale Initialdosis um ca. 50% zu steigern.
Verfalldatum und Lagerungshinweise
Beachten Sie das auf der Packung angegebene Verfalldatum!
Verwenden Sie das Arzneimittel nicht über dieses Datum hinaus!
Lagern Sie die Tabletten lichtgeschützt, am besten in der Originalpackung.
Erstellungsdatum
Oktober 1999
Holen Sie bitte bei UnkIarheiten fachliche Beratung bei Ihrem Arzt oder Apotheker ein!
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren
Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.
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