Vicetamol BrausepulverVicetamol Brausepulver

Hersteller: Gebro Pharma

Anwendungsgebiet: Husten- und Erkältungsmittel. Sonstige Mittel gegen Atemwegserkrankungen

Zur Behandlung der Beschwerden von Fieber- und Schmerzzuständen (z. B. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen) bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.

Gebrauchsinformation

ViCetamol Brausepulver

Z.Nr.: 1-21613

Was ist Vicetamol-Brausepulver?

Zusammensetzung
1 Beutel enthält:
Wirkstoffe: 500 mg Paracetamol, 300 mg Vitamin C (Ascorbinsäure);
Hilfsstoffe: 1 g Sorbit (entsprechend 0,1 BE), 29 mg Saccharin-Natrium, Polyvidon, Natriumcarbonat, Weinsäure, Citronensäure,

Arzneiform
Brausepulver

Packungsgrößen
10, 20 x 4,5g

Wie wirkt Vicetamol-Brausepulver?
Paracetamol wirkt rasch schmerzstillend und fiebersenkend.
Vitamin C deckt den erhöhten Vitamin-C-Bedarf während Erkältungskrankheiten und grippaler Infekte ab.

Zulassungsinhaber und Hersteller
Gebro Broschek GmbH, Fieberbrunn

Wann wird Vicetamol-Brausepulver angewendet?
Zur Behandlung der Beschwerden von Fieber- und Schmerzzuständen (z. B. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen) bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.

Was müssen Sie vor der Anwendung von Vicetamol-Brausepulver beachten?

Wann dürfen Sie Vicetamol nicht anwenden?
Das Präparat darf nicht eingenommen werden bei:
- bekannter Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Präparates
- Fructoseintoleranz (wegen des Gehaltes an Sorbit)
- ausgeprägter Leber- und Nierenfunktionsstörung
- übermäßigem chronischem Alkoholgenuß
- erblich bedingtem Mangel an Glukose-6-phosphat-Dehydrogenase (sehr seltene Stoffwechselerkrankung).
Kinder unter 12 Jahren sollten nicht mit Vicetamol behandelt werden, da die bei Kindern übliche körpergewichtsbezogene Dosierung mit dem Pulver eher schwierig durchzuführen ist.

Schwangerschaft und Stillperiode
Obwohl bisher keine Hinweise auf Mißbildung bzw. Schädigung des Kindes vorliegen, sollte das Präparat während der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt eingenommen werden. Die Dosierung sollte möglichst niedrig gehalten werden und die Anwendung auf Einzelgaben beschränkt bleiben. Dies gilt auch für die Stillperiode, da Paracetamol in die Muttermilch übertritt.

Weitere wichtige Hinweise
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie:
- an anderen Krankheiten oder an Allergien leiden
- andere, auch selbstgekaufte Medikamente einnehmen
- schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder gerade stillen.
Wenden Sie Vicetamol ohne ärztliche Anordnung nicht länger als 10 Tage hintereinander an. Bei längerem Gebrauch oder überhöhter Dosierung (mehr als 4 Beutel Vicetamol pro Tag bzw. mehr als 2 g Paracetamol pro Tag) sind Leber- und Nierenschädigungen nicht auszuschließen.
Auf reichliche Flüssigkeitszufuhr ist zu achten. Das Arzneimittel darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden.
Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens eine ärztliche Beratung erforderlich.
Bei starken Schmerzen im Bauchraum sollten schmerzstillende Mittel möglichst nicht vor der Untersuchung durch den Arzt eingenommen werden, da sie die Erkennung wichtiger Krankheitszeichen verschleiern können. Gegebenenfalls ist dem Arzt davon Mitteilung zu machen. Bei Patienten mit vermehrtem Auftreten von Oxalsäure im Harn sollte Vicetamol-Brausepulver vorsichtig dosiert werden.

Für  Kinder ist dieses Arzneimittel unerreichbar aufzubewahren.

Hinweis für Diabetiker: Vicetamol enthält Sorbit entsprechend 0,1 BE.

Was müssen Sie beachten, wenn Sie außer Vicetamol-Brausepulver noch andere Medikamente einnehmen?
Paracetamol sollte nicht gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln eingenommen werden:
- Beruhigungs- bzw. Schlafmittel (insbesondere vom Barbiturattyp)
- Arzneimittel gegen Epilepsie
- Chloramphenicol (Antibiotikum)
- Rifampicin (Mittel gegen Tuberkulose)
- Metoclopramid (Mittel gegen Magen- und Darmstörungen).
Die gleichzeitige Gabe von
- gerinnungshemmenden Arzneimitteln kann bei chronischer Einnahme hoher Dosen Paracetamol zu einer Verstärkung der gerinnungshemmenden Wirkung führen.
- Salicylamid und Paracetamol kann zu vermehrter Anhäufung leberschädigender Abbauprodukte führen.
- Insulin und hohen Dosen paracetamol kann die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin vermindern.
Gleichzeitiger Alkoholgenuß erhöht die Gefahr einer Leberschädigung und sollte daher vermieden werden.
Vitamin C kann das Ergebnis bestimmter Nachweisreaktionen von Harn- oder Blutzucker beeinflussen; dies ist bei entsprechenden Untersuchungen zu berücksichtigen.

Wie wenden Sie Vicetamol-Brausepulver an?
Beutel aufreißen, dem Brausepulver in einem Glas oder einer Tasse langsam kaltes bzw. heißes Wasser (oder ungezuckerten Tee) zugeben, umrühren und trinken. Nicht unverdünnt einnehmen.
Bei der Bereitung mit heißem Wasser ist ein verstärktes Aufschäumen möglich. Daher heißes Wasser nur langsam dem Brausepulver zugeben.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren 1 Beutel. Eine zweite Dosis soll frühestens nach 4 Stunden eingenommen werden. Die Höchstmenge pro Tag beträgt 4 Beutel.
Die Anwendungsdauer soll auf die Erkrankungsdauer beschränkt werden.

Was passiert, wenn Sie zuviel Vicetamol einnehmen?
Bei versehentlichem Überschreiten der Tageshöchstmenge kontaktieren Sie bitte einen Arzt.
Das gilt in besonderem Maße für Patienten mit Nieren- und/oder Leberleiden.

Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Vicetamol-Brausepulver auftreten?
In der empfohlenen Dosierung wurden Nebenwirkungen nur in wenigen Fällen beobachtet, selten traten allergische Hautreaktionen (Rötung oder Ausschlag) -unter Umständen begleitet von Temperaturanstieg und Schleimhautreizung -auf. Sehr selten wurde über allergisch bedingte Blutbildveränderungen berichtet. In äußerst seltenen Fällen wurden allergische Reaktionen wie Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen beschrieben; ebenso kann das Auftreten einer vorübergehenden Vermehrung von Methämoglobin im Blut nicht ausgeschlossen werden.
In Einzelfällen sind für den Wirkstoff Paracetamol Überempfindlichkeitsreaktionen (Schwellungen im Gesicht, Atemnot, Schweißausbruch, Übelkeit, Blutdruckabfall bis hin zum Schock) beschrieben worden. Bei den ersten Anzeichen für eine Überempfindlichkeitsreaktion setzen Sie Vicetamol ab und nehmen Sie sofort Kontakt mit einem Arzt auf.
Die Einnahme von großen Mengen Paracetamol -mehr als vier Beutel Vicetamol pro Tag über Wochen und Monate hinaus (chronischer
Gebrauch von mehreren Gramm pro Tag) - kann zu Störungen der Nierenfunktion und schweren Leberschädigungen führen.
Bitte teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker mit, wenn Sie Beschwerden im zeitlichen Zusammenhang mit Vicetamol an sich bemerken, die im Beipacktext nicht angeführt sind.

Hinweis auf Verfallsdatum und Lagerung:
Beachten Sie das auf der Verpackung angegebene Verfallsdatum. Bei Überschreiten dieses Datums darf dieses Arzneimittel nicht mehr angewendet werden.

Nicht über Raumtemperatur (bis 25 °C) lagern.

Stand der Gebrauchsinformation
11.7.1996

Bei UnkIarheiten wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.


Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.