Wundesin Desinfektionsmittel
Hersteller:
Gebro Pharma
Anwendungsgebiet:
Hautmittel
Zur Verhinderung von Infektionen bei kleineren Wunden und Verletzungen aller Art, insbesondere Schnitt-, Kratz- und Schürfwunden, Rissquetschwunden, Brandwunden.
Gebrauchsinformation
Wundesin
Lösung zur Wunddesinfektion
Wirkstoff: Polyvidon-Jod
Z.Nr.
1-19394
Zulassungsinhaber und Hersteller
Gebro Pharma GmbH, Fieberbrunn
Zusammensetzung
1 g (= ca. 1ml) enthält 10 mg Polyvidon-Jod (0,1 % verfügbares Jod) in wässriger Lösung.
Eigenschaften und Wirksamkeit
Wundesin wirkt rasch gegen Bakterien, Pilze, Viren und Protozoen und kann somit Wundinfektionen verhindern.
Bei Jod-Präparaten ist die keimtötende Wirkung nicht von der gesamten Jodmenge abhängig, sondern von einem Gleichgewicht verschiedener Jodverbindungen und Jodarten. Bei Wundesin ist durch eine spezielle Zusammensetzung der Jodgesamtgehalt sehr gering gehalten, wodurch sich bei gleich guter Wirkung gegen Hautkeime eine bessere Hautverträglichkeit ergibt.
Wundesin ist beim Auftragen auf die verletzte Haut schmerzlos.
Anwendungsgebiete
Zur Verhinderung von Infektionen bei kleineren Wunden und Verletzungen aller Art, insbesondere Schnitt-, Kratz- und Schürfwunden, Rissquetschwunden, Brandwunden.
Art der Anwendung und Dosierung
Wundesin direkt oder mit Hilfe eines sterilen Tupfers in und um die Wunde herum auftragen. Meist wird Wundesin nur einmal, zur Erstversorgung einer Wunde aufgetragen.
Eventuelle Flecken auf Leinen- oder Baumwollgeweben mit Wasser oder gewöhnlichem Waschmittel (mit Bleichmittel) auswaschen; Flecken auf synthetischen oder Wollstoffen mit einer Ammoniaklösung entfernen.
Goldgegenstände können unter Einwirkung von Wundesin ihren Glanz verlieren. Gegenstände mit einem Tuch abreiben. Wundesin darf nicht mit oxidierbaren Metallen in Kontakt kommen.
Gegenanzeigen
Wundesin darf nicht angewendet werden:
- bei Überempfindlichkeit gegenüber einem Bestandteil des Arzneimittels bzw. gegenüber Jod
- bei Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion
- bei Neugeborenen und Säuglingen bis zum 6. Monat
- bei geplanter Radiojodbehandlung
- unter luftabschließenden Verbänden (Okklusivverbänden).
Vorsicht bei Patienten mit reizloser Schilddrüsenvergrößerung (Kropf), d. h. einmalig und kleinflächig anwenden.
Schwangerschaft und Stillperiode:
Wundesin darf auch während der Schwangerschaft und Stillperiode angewendet werden, da bei bestimmungsgemäßem Gebrauch (einmalige und kleinflächige Anwendung) keine Schädigungen zu erwarten sind.
Nebenwirkungen
Selten Hautreizung oder Überempfindlichkeit (Allergie).
Wechselwirkungen
Eine gleichzeitige Anwendung von Wundesin mit anderen keimhemmenden Mitteln oder Mitteln zur Wundbehandlung darf nicht erfolgen (z. B. mit quecksilberhaltigen Lösungen könnte es zu Hautschäden kommen, mit Taurolin zu starkem Brennen; Enzyme zur Wundbehandlung könnten unwirksam gemacht werden).
Gewöhnungseffekte
sind nicht bekannt.
Besondere Warnhinweise zur sicheren Anwendung
Bei Auftreten von Nebenwirkungen sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
Bei größeren Verletzungen oder Anzeichen einer Wundinfektion (Rötung, Schmerzen, Eiter) ist eine ärztliche Beratung bzw. Behandlung erforderlich.
Wenn Wundesin in nicht empfohlenen Anwendungsgebieten eingesetzt wird (mehrmalige Anwendung auf großen Hautflächen, Anwendung auf großflächigen Verbrennungen oder auf Schleimhäuten), kann es zu einer unerwünschten Jodaufnahme kommen.
Dies wäre besonders zu beachten bei Patienten mit Erkrankungen der Schilddrüse, mit Radiojodbehandlung, Patienten mit Nierenfunktionsstörung sowie Schwangeren und Stillenden.
Überdosierung (Vergiftung):
Eine schwere Vergiftung durch Verschlucken ist kaum zu erwarten, da der unangenehme Geschmack der Lösung das versehentliche Austrinken einer größeren Menge nicht erwarten läßt. Gegebenenfalls ist ein Arzt zu rufen.
Verfalldatum beachten.
Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Packungsgrößen
15 ml, 30 ml, 100 ml u. 500 ml.
Lagerungshinweise
Nicht über 25°C lagern.
Bei UnkIarheiten fachliche Beratung einholen.
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren
Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.
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